Stemberg
Das Kochbuch - Tradition trifft Moderne. Über 80 Rezepte aus der deutschen Küche von Sternekoch Sascha Stemberg (Velbert)
Autor/-in: Sascha StembergVerlag: DK Verlag Dorling Kindersley
Deutsche Küche und exquisite Kreationen an einem Herd• Authentisch und bodenständig: Sascha Stembergs Sterneküche für zu Hause• Selbstbewusste deutsche Küche: Sascha Stemberg ist leidenschaftlicher Gastronom, Kolumnist und Mitglied der Jeunes … [weiterlesen]
Preis: € 29,95
Begründung der Jury:
Das Reservierungsbuch des Restaurants ist voll, und dieses Buch mit seinen rund 80 weiteren verdammt leckeren Gerichten zeigt, warum. „Krabbenbrot“, „Kalbskopf“, „Schwarzbrot und Räucheraal“ oder die „Schweineschulter mit Blutwurst“ lassen den rheinischen Gaumen tanzen – manchmal mit einem modernen asiatischen Twist, aber immer mit der Seele eines Gastwirts, Freunds und Familienmenschen.
Spätestens mit „Omas Schokopudding mit Kakaosand und Vanilleeis“ (der eigentlich kein klassischer Pudding ist) kommen einem die Tränen vor Glück. Dieses Buch – sicher ein Herzensprojekt – gehört durchgekocht.
Traditionellen Gerichten wie Matjes mit Hausfrauensauce gibt Sascha Stemberg einen neuen Twist und macht daraus Königsmatjes mit Hausfrauencreme und Gurkensud. Er hebt es auf ein Fine-Dining-Niveau und erklärt im Rezept genau, was anders gemacht wird und warum. So können sich auch weniger erfahrene Hobbyköche heranwagen. Die Zutaten sind in einem gut sortierten Supermarkt oder auf einem Wochenmarkt gut zu bekommen.
Seine gastronomischen Wurzeln ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Die meisten Rezepte stammen aus der deutschen Küche und sind sehr bodenständig. Mit der Achtung zum Produkt und der Liebe zum Kochhandwerk bringt er diese auf ein neues Level. Die Rezepte sind sehr gut beschrieben und mit stimmungsvollen Fotos illustriert. Ein alphabetisches Rezeptregister auf Basis von Zutaten erleichtert die Suche nach dem gewünschten Rezept.
Zwischen den Rezept-Kapiteln lernt man die Familie Stemberg und ihre Vision von Gastronomie näher kennen. Auch einzelne Lieferanten und Produzenten werden vorgestellt. So bekommt man nicht nur Lust zum Nachkochen, sondern auch Lust, einmal dort hinzufahren.
Eine Flocke Butter
Die fetten Klassiker der deutschen Küche
Autor/-in: Hannes ArendholzVerlag: Tietge
Eine Flocke Butter ist die Liebeserklärung an die deutsche Küche – ehrlich, sättigend, traditionsreich. TV-Koch und Foodboom-Kreativkopf Hannes Arendholz zeigt mit über 100 Rezepten, wie einfach Klassiker wie Frikadellen mit Kartoffelpüree, Rinderrouladen, … [weiterlesen]
Preis: € 28,00
Begründung der Jury:
Das wird durch die reduzierte, moderne Bildsprache und das klare Layout hervorragend unterstützt. Die Fotografien – z. B. die dynamische Aufnahme der Kartoffelsuppe oder die Gulaschsuppe mit der ausgekochten Zitrone daneben – sind sehr reduziert, aber modern und authentisch.
Schön auch einige Kniffe, wie eine Sauce aus Hühnerhaut zu machen oder die Hommage an die sträflich unterschätzte Schwarzwurzel mit allein vier Rezepten und ausführlicher Step-by-Step-Verarbeitungsanweisung.
„Eine Flocke Butter“ ist ein Buch für alle, die sich nach ehrlichen, unkomplizierten deutschen Küchenklassikern mit Seele sehnen. Es richtet sich an Kochanfänger wie an erfahrene Hobbyköche, die nicht das nächste Trendrezept, sondern das perfekt zubereitete Original suchen.
Ein optisch und inhaltlich sehr gelungenes Kochbuch, das sein Versprechen der unkomplizierten Alltagstauglichkeit voll einlöst.
Warum es – bei den sehr wenigen Rezepten ohne Butter – ein Käsekuchen und kein Butterkuchen ins Buch geschafft hat, bleibt Hannes’ sahniges Geheimnis …
Für den überbackenen Brokkoli wird detailliert jeder Arbeitsschritt beschrieben und mit Fotos dokumentiert. Auch für die Zerlegung von Geflügel und die Herstellung von Rouladen gibt es detaillierte Beschreibungen. Bei Fisch und Meeresfrüchten fehlt dies leider ganz. Der Kartoffel, die in der deutschen Küche eine sehr große Rolle spielt, wird mit einem eigenen Kapitel viel Aufmerksamkeit gegeben. Ähnlich gestaltet ist auch das Kapitel über die Schwarzwurzel, die als Gemüse nicht zu den deutschen Klassikern gehört und bei ungeübteren Hobbyköchen nicht erste Wahl ist.
Jedes Rezept ist genau beschrieben, gut nachkochbar und hat ein eigenes Foto vom fertigen Gericht. Im alphabetischen Rezeptregister sind die Gerichte nach Kapiteln (wie Suppe, Geflügel, Kartoffeln etc.) aufgelistet, aber nicht nach Zutaten allgemein. Wer sich gerne von Videos inspirieren lässt – wie sie der Autor Hannes Arendholz auf seinem Youtube-Kanal Foodboom vorstellt – für den ist das Kochbuch eine gute Ergänzung und ein Nachschlagewerk.
Das Allgäu-Kochbuch
Die junge Küche zwischen Tradition und Innovation. Rezepte. Porträts. Geschichten.
Autor/-in: Hannelore FisgusVerlag: Christian
Das Allgäu zählt zu den beliebtesten Reisezielen Deutschlands, denn neben den Bergen und der wunderschönen Natur finden sich hier einige der berühmtesten Touristenattraktionen des Landes: Schloss Neuschwanstein, mittelalterliche Burgen und Städte … [weiterlesen]
Preis: € 29,99
Begründung der Jury:
Die Rezepte sind eher knapp gehalten, und die Bandbreite reicht von einfachen Gerichten wie Allgäuer Kräuter-Bruschetta bis zur gehobenen Küche, etwa Tatar von Salmoe-Räucherlachs, Blumenkohlcreme und grüner Buttermilch. Wohltuend ist, dass auf komplexe Gerichte aus der Sternegastronomie verzichtet wurde. Auch Sternerestaurants stellen ein eher bodenständiges Gericht vor. Die meisten Rezepte haben einen kleinen Twist, der sie interessant macht. Mit etwas Kocherfahrung lassen sich die Gerichte gut daheim ausprobieren.
Das Buch macht Lust darauf, die Region zu entdecken, und kann sehr gut als kulinarischer Reiseführer dienen. Im Anhang sind ein alphabetisches Rezeptregister und eine Adressliste der vorgestellten Betriebe zu finden.
Die Porträt-, Food- und Moodfotos von Ingolf Hatz wirken mitunter etwas düster, überzeugen aber durch eine stringente Bildsprache mit stimmungsvollem Styling. Das Layout ist klar, die Zutatenlisten sind lesefreundlich. Eine schöne kulinarische Reise durch einen der schönsten Landstriche Deutschlands.
Das Schwarzwald-Kochbuch
Von der Berghütte bis in die Sterneküche. Rezepte, Porträts, Geschichten.
Autor/-in: Petra MildeVerlag: Christian
Regionale Küche, bodenständiges Handwerk und innovative Kochkunst: Im Schwarzwald vereinen sich Tradition und Moderne zu vielfältigem kulinarischen Genuss. Begleiten Sie uns auf einer Reise durch den Schwarzwald zu Gasthöfen und Sternerestaurants. … [weiterlesen]
Preis: € 29,99
Begründung der Jury:
Mir gefällt das Buch gut, und ich sehe es eher als kulinarischen Reiseführer denn als reines Kochbuch. Es stellt Restaurants und Produzenten im Schwarzwald mit viel Einfühlungsvermögen vor und regt an, eine Reise zu planen. Dazu gehört natürlich auch die Vorstellung der Küche, was mit Rezepten zu typischen Gerichten schön gelungen ist.
Das Rezeptregister beschränkt sich auf eine alphabetische Auflistung der Rezepttitel. Leider fehlt eine kleine Landkarte mit Markierung der vorgestellten Adressen.
Die Autorin wünscht uns im Vorwort dann auch „eine gute Reise“, die aber leider beim ersten Kochversuch mit Nordseescholle und Büsumer Krabben losgeht. Der Schwabe würde sagen: „Des hat a G’schmäckle“ (ein fader Beigeschmack).
Ja, der „Black Forest“ ist vertreten: „Spätzle“, Schwarzwälder Schinken, „Schäufele“, „Knöpfle“ – und auch die „Schwarzwälder Kirschtorte“, hier als Dessert im Glas, ist rezeptiert.
Im sehr dürftigen „Register der Rezepte“ lässt sich all das – oft sehr aufwendig – aber schwer finden. Dazu kommt ein zuweilen sehr kleinteiliges, mit vielen Unterrezepten überladenes Layout, das uns leider nicht zum Nachkochen einlädt. Man spürt: Das Buch hat einiges an Mühe gemacht. Viel weniger wäre am Ende aber mehr gewesen.


