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Die besten Kochbücher für Dessert und Eis

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EISBlick ins Buch
Der Deutsche Kochbuchpreis - GOLD

Ø 8.5

EIS

Autor/-in: Verlag: Callwey

EIN FEST FÜR DIE SINNE: In „EIS“ feiert das Eis seinen Tag in der Sonne – ausnahmsweise ohne dabei zu schmelzen. Angefangen beim Grundrezept lädt dieses etwas andere Kochbuch dazu ein, die beliebte Sommersüßigkeit nachzumachen und dabei richtig … [weiterlesen]

Begründung der Jury:

Der Titel ist knapp, der Inhalt dieses auffälligen Buches dafür umso ausführlicher. Hubertus Tzschirner bringt Leserinnen und Lesern alles bei, was man für die Eisdiele in den eigenen vier Wänden braucht: Prozentangaben für das perfekt balancierte Sorbet, die Wirkungsweise verschiedener Zuckerarten und Bindemittel sowie Tipps für selbstgemachte Waffeln aus der Pfanne.
Spätestens bei den 60 Rezepten, die jede Sorte mit kreativem Beiwerk kombinieren, zeigt sich: Vielleicht braucht man die Eisdiele ums Eck gar nicht mehr – Hibiskus-Bergamotte-Granatapfel oder Marone-Amarena-Popcorn findet man dort schließlich kaum.
Aber Achtung: Um eine Eismaschine – idealerweise mit Kompressor – kommt man nicht herum.
Wie aus einem alten Rezeptbuch, viel Wissen, noch mehr Kreativität und einigen Küchenwerkzeugen ein großartiges Werk über das Eismachen entsteht, zeigt Hubertus Tzschirner eindrucksvoll. Auf den ersten 70 Seiten – nach einem klaren „How to use the book“ – vermittelt er alles, was man über Eis wissen sollte. Ohne Vorkenntnisse und gründliche Vorbereitung wird es nichts mit perfekt cremigem Eis. Die Erklärungen zu Bindemitteln, Zuckerarten, Zutaten und ihren Auswirkungen auf die Masse sind unverzichtbar – und die Theoriearbeit lohnt sich.
Optisch ist das Buch ein Fest: farbenfroh, üppig und ästhetisch fotografiert – ein Augenschmaus. Ob klassische Sorten wie Schokolade oder Vanille, Sorbets und Granités oder ungewöhnliche Gemüse- und Kräuterkombinationen wie Rote Bete mit Russisch Brot oder die Frankfurter Kranz-Eisbombe – die Vielfalt begeistert.
Allerdings benötigt man für viele Rezepte eine gut ausgestattete Küche mit Eismaschine und einer beachtlichen Reihe weiterer Utensilien. Auch die teilweise großen Produktionsmengen passen nicht immer zu haushaltsüblichen Eismaschinen.
Ein Muss für alle, die das Eismachen wirklich verstehen und perfektionieren wollen.
Sie können mit Synärese (Wasseraustritt), Guarkernmehl oder Yaconsirup etwas anfangen? Dann ist dieses Buch genau das Richtige für Sie. Die wissenschaftlichen Grundlagen der professionellen Eisherstellung werden gut vermittelt und die Eisrezepte klingen alle sehr spannend und originell. Leider braucht man quasi für jedes Rezept wieder andere Verdickungsmittel oder Spezialzutaten (etwa Sanddornhonig, S. 144). Das Buch ist ansprechend gestaltet und das Coverdesign mit neonfarbenem Logo, das auf der nächsten Seite zum Eiswagen wird, ist großartig!
Ice Ice Baby! So klingt es, wenn Hubertus Tzschirner an Eis denkt. Der optisch wie inhaltlich opulente, großformatige Band beginnt mit seiner sehr sympathischen „kleinen Eisgeschichte“. Es folgt ein einfaches Baukastenprinzip aus Basiseisrezepten, Waffelsorten und Toppings zum Selbst-Kreativwerden. Im Hauptteil hat der gelernte Koch besondere Eiskreationen von Profi-Eismachern zusammengetragen. Der ausführliche Infoteil rund ums Eis lässt keine Wünsche offen – wobei ich bei der Diskussion um „Lecken oder löffeln?“ noch mit der Sinnfrage kämpfe. Achtung: Die einzelnen Rezeptmengen variieren stark – hier bitte genau lesen! Wichtig zu wissen: Profis arbeiten mit diversen Bindemitteln, die jedoch so detailliert erklärt werden, dass eventuelle Berührungsängste gar nicht erst aufkommen. Ganz großartig sind auch die verführerischen Fotos von Daniel Esswein!
Doch so groß die Begeisterung für Optik und Inhalt – wo war die Sorgfalt beim Redigieren? Im Buch finden sich außerordentlich viele Schreibfehler (gefunden: 17 Stück). Immer wieder tauchen in den Servieranleitungen Dinge auf, die zwar im Rezepttitel angekündigt sind, in der Zutatenliste jedoch fehlen. Im Rezept „To die for! Marone – Amarena – Popcorn“ fehlt das namengebende Popcorn – bis es im allerletzten Satz plötzlich fertig zubereitet erscheint. Wer im Register etwas sucht, darf wirklich suchen: Statt Zutaten und Co. findet man dort hauptsächlich fantasievolle englische Rezepttitel wie „Dark Desire“ und „Heaven’s Door“. Etwas verstört hat mich auch der willkürliche Stilwechsel in einigen Fließtexten: „Leg los, dein Freezer-Game zu revolutionieren!“. Bei einem grandiosen Buch wie diesem sind solche Mängel besonders schade.
Hubertus Tzschirner präsentiert ein sorgfältig ausgearbeitetes Eis-Buch, das optisch spielerisch mit dem Neon-Vibe traditioneller Eisdielen arbeitet.
Er startet mit seiner persönlichen Beziehung zur Eisherstellung und lässt fachlich nichts Wesentliches aus. Gut, um ein Gefühl für Eis zu bekommen, ist zum Beispiel „Eis in Zahlen“: Es zeigt die prozentualen Verhältnisse für ein gutes Sorbet oder Eis auf Milch-Sahne-Basis.
Die Kapitel bauen logisch aufeinander auf. Zunächst kommen die wichtigsten Basisrezepte mit ausführlichen Beschreibungen und verschiedenen internationalen Herstellungsarten. Es folgt „Pimp my Icecream“, das zeigt, wie man aus den Grundrezepten eigenständige Eiskreationen ableiten kann.
In der Mitte steht das Herzstück des Buches: die sehr originellen Eisrezepte. Häufig ist die Namensgebung ungewöhnlich und lässt nicht sofort auf die Zutaten schließen, etwa „Blushing Bloom Burst“ oder „Pure & Sexy“. Die Rezepturen stammen entweder vom Autor selbst oder von ausgewählten deutschen Eisdielen – eine schöne Sammlung wirklich ausgefallener Sorten.
Ein Schwachpunkt ist jedoch das Kapitel über das Equipment: Das wichtigste Gerät, die Eismaschine, wird nicht ausreichend behandelt. Nichts beeinflusst die Eisqualität so stark wie eine gute Maschine. Im Buch wird lediglich erwähnt, dass man ein Modell mit Kühlkompressor und kräftigem Rührwerk benötigt. Hier hätte eine präzisere Beratung deutlich weitergeholfen. Besser werden allerdings „alternative Spielzeuge“ wie zum Beispiel Pacojet, Thermomix und Handmixer beschrieben.
Ein fachlich sehr gutes und schön gestaltetes Buch; der Tippfehler im Inhaltsverzeichnis („Eisentsehung“) dürfte bekannt sein und in der nächsten Auflage korrigiert werden.
Feine Desserts
Der Deutsche Kochbuchpreis - SILBER

Ø 8.2

Feine Desserts

Von Aprikosen-Crêpe bis Zitronen-Tiramisu. Standardwerk für besondere Genussmomente mit süßen Kreationen aus der »essen & trinken«-Küche. Raffiniert, köstlich, einfach selbst gemacht.

Verlag: Landwirtschaftsvlg Münster

Deutschlands großes Food-Magazin serviert köstliche Desserts und erklärt, wie sie Schritt für Schritt gelingen

Ein gelungenes Menü verdient einen krönenden Abschluss – und dieses Buch liefert ihn! Mit über 60 exquisiten Desserts aus der renommierten … [weiterlesen]

Begründung der Jury:

67 Rezepte aus den vergangenen 10 Jahren Essen und Trinken bilden in diesem Buch eine stimmige Einheit. Fotografie und Foodstyling sind äußerst ansprechend und die Erklärtexte sind sehr durchdacht und nachvollziehbar. Ein wenig Erfahrung im Dessertbereich und Zeit sollte man allerdings schon mitbringen. Beim Kokos-Mousse-Gâteau (S. 100) etwa hat man das Layout wirklich bis zum Rand strapaziert, um noch auf einer Seite zu bleiben. Dass die Rezepte allesamt zugänglich, aber dennoch originell sind, gefällt sehr.
Mit hübschen Desserts lassen sich Gäste besonders gut beeindrucken – das ist der Ausgangspunkt dieser essen & trinken-Rezeptsammlung. Die Nachspeisen bestehen alle aus mehreren Komponenten und entsprechend vielen, aber gut erklärten Zubereitungsschritten. Praktisch ist, dass sich vieles gut vorbereiten lässt, sodass beim Kochen eines Menüs möglichst wenig Stress entsteht.
Für alle, die so etwas im Winter vorhaben, könnte die Auswahl jedoch etwas eingeschränkt sein: Beim Durchblättern im November fällt auf, dass gut die Hälfte der Rezepte auf Sommerobst basiert – selbst in Kapiteln, die sich nicht explizit um Früchte drehen.
Im Vergleich zum Online-Auftritt oder den Print-Ausgaben des Magazins bietet das Buch keinen echten Mehrwert.
Die besten Desserts aus den letzten zehn Jahren essen & trinken, 67 an der Zahl, übersichtlich auf acht Kapitel verteilt – und zu jedem Rezept gibt es ein Foto. Es handelt sich um eine reine Rezeptsammlung von großer Bandbreite, die auch anspruchsvolle Dessertfans nicht enttäuschen wird. Wer die Zeitschrift kennt, weiß, dass die meisten Rezepte mit einem gewissen Aufwand verbunden sind, der sich jedoch lohnt, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann.
Man darf sich über zeitgemäße, mal einfache, öfter raffiniert-aufwendige Rezepte mit ausführlichen Anleitungen freuen – etwa Blutorangen-Pastéis mit Zimtpudding, Rauchmandeleis mit marinierten Mandarinen, Sesam-Karamell-Pudding mit Limetten-Popcorn, Ziegenfrischkäsemousse mit Johannisbeeren und Nusskrokant, Yuzu-Mango-Granita …
Eine empfehlenswerte Ergänzung für jede Dessertbibliothek!
Da dieses Buch aus der „Essen & Trinken”-Redaktion stammt und eine Art „Best of“ der letzten zehn Jahre ist, bietet es Desserts, die alltagstauglich sind, aber auch Gäste bei besonderen Anlässen überzeugen können.
Es ist kompakt gehalten, nimmt wenig Platz im Regal ein und hat aufgrund seines Inhaltes gute Chancen, lange genutzt zu werden. Die Rezepte sind logisch nach der dominierenden Zutat geordnet. Möchte man etwas mit Zitrusfrüchten machen, findet man sofort rund zehn kreative, aber gut machbare Rezepte – etwa das Joghurt-Parfait mit gesalzenen Limetten, Macadamia-Crunch und einer schnellen Sauce aus Karamellschokolade. Die Kombination sorgt sicher für Gesprächsstoff und vereint viele Elemente eines gelungenen Desserts: süß-salzig, sauer, milchig-frisch, kalt-warm, knusprig-locker-cremig.
Die Fotos sind professionell und durchgestylt, wie man es von einem Foodmagazin erwartet. Im Layout würden eine größere Schrift und mehr Absätze der Übersichtlichkeit guttun; bei vielen Rezeptseiten bleibt unten auffällig viel freier Raum.
Auf Step-Fotos wird verzichtet, was in diesem Fall sinnvoll ist, da kaum komplexe Techniken nötig sind und zusätzliche Bildfolgen der kompakten, praktischen Ausrichtung des Buches eher schaden würden.
Dieses Buch enthält nicht nur typische Klassiker, sondern viele Varianten und raffinierte Ideen, die Lust machen, Neues auszuprobieren. Bekannte Desserts wie Tiramisu, Crème brûlée oder Panna Cotta erhalten einen kleinen Twist, und die vielen kreativen Neukreationen sorgen dafür, dass sowohl Anfänger*innen als auch Fortgeschrittene fündig werden – zehn Jahre essen & trinken haben eine beeindruckende Sammlung hervorgebracht.
Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind durchdacht und benutzerfreundlich. Die Einteilung der Rezepte in „einfach“, „mittel“ und „anspruchsvoll“ ist sehr hilfreich – ein zusätzliches Register nach Schwierigkeitsgrad wäre jedoch die sprichwörtliche Kirsche auf der Torte gewesen, um schneller ein passendes Rezept zu finden.
Viele Desserts erfordern Geduld und Zeit; ein Kapitel mit schnellen Feierabend-Nachtischen hätte ich mir gewünscht. Optisch überzeugt das Buch dagegen durch appetitanregende Fotografie und ein stimmiges Layout – jede Inszenierung macht Lust aufs Ausprobieren.
Ein Buch für Wochenenden und besondere Anlässe, bei denen man seine Gäste eindrucksvoll verwöhnen möchte. Die Kreationen sind durchweg fein und absolut gelingsicher.
Ich helf dir kochen – Meine Lieblingsdesserts
Der Deutsche Kochbuchpreis - BRONZE

Ø 7.2

Ich helf dir kochen – Meine Lieblingsdesserts

Stuber-Garantie: Das Beste aus 70 Jahren Kocherfahrung

Autor/-in: Verlag: BLV

Nachtisch geht immer!Das Hauptgericht war ein Volltreffer und Sie sind rundum satt – aber etwas Süßes darf jetzt nicht fehlen? Genau dafür sorgt dieser krönende Abschluss: In diesem Buch finden Sie die verführerischsten Desserts aus Hedwig Maria … [weiterlesen]

Begründung der Jury:

Der Name Hedwig Maria Stuber steht für zuverlässige, bodenständige Alltagsküche – tatsächlich waren es ursprünglich zwei Autorinnen (Maria Huber und Hermine Hedwig Stump), die 1955 unter diesem Pseudonym die erste Auflage schrieben. Seit der 51. (!) Auflage führt Tochter Angela Ingianni das Werk fort – schon das wäre fast einen Preis wert.
Dieses Buch fasst nun die Dessertrezepte aus „Ich helf’ Dir kochen“ und „Ich helf’ Dir backen“ zusammen – erfreulicherweise wird das gleich zu Beginn klar kommuniziert. Die Bandbreite reicht von klassischen Nachspeisen wie Apfelstrudel, Grießflammeri und Schokoladenpudding über leichte Cremes und fruchtige Sorbets bis zu internationalen Klassikern wie Crema Catalana, Zuppa Romana oder Shortbread.
Es sind unaufgeregte, aber verlässliche Rezepte: unmissverständlich formuliert, vielfach erprobt und bewährt – es muss nicht immer fancy sein. Der Rezepte-Quickfinder sowie die grundlegenden Hinweise zu Zubehör und Techniken sind sehr hilfreich.
Für alle, die das Einfache, Unspektakuläre (aber Gute) lieben und sich gerne an Kindheitserinnerungen wie Omas Apfelstrudel oder Mamas Schokopudding zurückerinnern, ist dieses Buch ein Schatz. Handwerklich solide Desserts, die es verdient haben, bewahrt zu werden.
Wer gut erklärte Rezepte für die bekanntesten Dessertklassiker sucht, der wird hier fündig. Das Versprechen des Titels „Ich helf dir kochen“ wird allerdings nicht so recht eingelöst. Dass vom eh schon kleinen Theorieteil (7 Seiten mit Text) eine ganze Seite den Vanilleschoten und dem Vanillezucker gewidmet wird, ist nicht ganz nachvollziehbar. Schritt-für-Schritt-Anleitungen findet man vergebens. Die Fotografien sind allerdings allesamt ansprechend.
Das Buch richtet sich eindeutig an Anfänger: Eier trennen, Sahne schlagen, Vanilleschote auskratzen – alles wird im Grundlagenkapitel niedrigschwellig, knapp und hilfreich erklärt. Auch das benötigte Equipment wird übersichtlich gezeigt und nummeriert erläutert.
Die Rezepte selbst sind bewusst einfach gehalten. Die „Hall of Fame“ klassischer Desserts wie Salzburger Nockerl, Tiramisu oder Brownies setzt auf Bekanntes und funktioniert, weil die Ergebnisse leicht vorstellbar sind. Diese Nähe zum Alltag ist die große Stärke des Buches. Gleichzeitig bietet es wenig Inspiration; erst die Rubrik „Desserts von unseren Reisen mitgebracht“ öffnet den Blick mit Desserts wie Klebreis mit Mango, bleibt aber ebenfalls stark bei etablierten Klassikern wie etwa Pastéis de Nata.
Strukturell arbeitet das Buch solide, doch nicht immer logisch. Jede Rubrik beginnt mit einer Doppelseite aus Foto und kurzer Einführung. Nur bei den Reisedesserts folgt anschließend mit gleicher Rubriküberschrift unerwartet ein Kapitel mit Saucen, das inhaltlich nicht zur Rubrik passt. Auch der Quickfinder überzeugt wenig: Die Kategorien „schnell“ und „gut vorzubereiten“ überschneiden sich inhaltlich, was die Orientierung eher erschwert.
Das Buch bietet verlässliche, bodenständige Rezepte und senkt die Einstiegshürde für absolute Anfänger deutlich. Ein funktionales, klar ausgerichtetes Einsteiger-Dessertbuch.
Das bewährte Grundkochbuch, dieses Jahr stolze 70 Jahre alt und regelmäßig aktualisiert, erscheint nun auch als Dessertsammlung. Es vereint die süßen Rezepte aus den Klassikern „Ich helf dir kochen“ und „Ich helf dir backen“, ergänzt um traditionelle internationale Desserts von den Reisen der Autorinnen Hedwig Maria Stuber – übrigens ein Pseudonym –, heute unglaubliche 101 Jahre alt, und ihrer Tochter Angela Ingianni. Gern hätte ich mehr „Über die Autorinnen“ gelesen, im Inhalt für Seite 143 angekündigt, wo jedoch nur das Impressum steht.
Das Buch enthält ein sehr kurzes Grundlagenkapitel, der Hauptteil besteht aus überwiegend klassischen, einfachen Rezepten: unkompliziert, mit kurzen, aber ausreichenden Anleitungen, bestens geeignet für Anfänger. Zusatzinformationen gibt es immer mal wieder unter „Gut zu wissen“ und „Meine Tipps“. Praktisch ist auch der „Rezepte-Quickfinder“ mit schnellen und gut vorzubereitenden Desserts. Schade, dass es kein Lesebändchen gibt.
Der schnelle Schokoladenkuchen z. B. hält, was er verspricht: sehr fix fertig und mit der vorgeschlagenen Rumsahne plus ein paar Himbeeren ein feines Dessert für Gäste – nicht nur bei Zeitdruck. Wer eine solide klassische Dessertauswahl mit vorwiegend einfachen Rezepten sucht, hat sie hiermit gefunden.
Beim Titel Ich helf dir Kochen hätte ich ein aktuelles und niedrigschwelliges Anfängerbuch mit persönlicher Ansprache erwartet. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch um eine 70 Jahre alte Reihe. Meine Lieblingsdesserts wurde von zwei Autorinnen – Hedwig Maria Stuber und Angela Ingianni – verfasst, über die man allerdings nichts erfährt.
Über den wechselnden Gebrauch von „ich“ und „wir“ bzw. „du“ und „Sie“ könnte man noch hinwegsehen, wenn es einem ausschließlich um die Rezepte ginge. Diese galten für ein Publikum der 1960er Jahre womöglich noch als anfängertauglich. 2025 aber kann man bei einem Einsteigerbuch meiner Ansicht nach deutlich genauere Anleitungen erwarten – sowohl Begriffserklärungen als auch präzise Röst- und Garzeiten.
Die Kategorisierung in sechs Kapitel ist ebenfalls nicht ganz nachvollziehbar: Warum finden sich österreichische Mohn-Nugat-Knöderl und US-amerikanisches Crunchy Apple Trifle in der Kategorie „von unseren Reisen mitgebracht“, der Kaiserschmarrn jedoch unter „Mehlspeisen“ und der nordamerikanische Pecan Pie unter „Dessertkuchen“?
Trotz zeitgenössischer Fotografie wirkt das Buch insgesamt nicht mehr ganz zeitgemäß.

Weitere Kochbücher zum Thema Dessert & Eis aus den früheren Jahren:

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