Die besten Kochbücher für indische Küche
Monsoon
Original indisch kochen. Eine Reise für alle Sinne: indische Kochkultur gepaart mit persönlichen Geschichten. 80 traditionelle Rezepte
Autor/-in: Asma KhanVerlag: DK Verlag Dorling Kindersley
In jedem Gericht eine Prise Lebensfreude!• Frauenpower pur! Das neue Kochbuch der preisgekrönten Köchin und Frauenrechtlerin Asma Khan• Authentisch & aromatisch: 80 traditionelle Rezepte mit Wissen und Techniken für kreative Aromenkombinationen• … [weiterlesen]
Preis: € 29,95
Begründung der Jury:
Was mich anspricht: Das Buch ist nicht kompliziert. Trotzdem hat es Tiefe und Raum für viele Details. Die sechs ayurvedischen Geschmacksrichtungen – so beginnt die Reise zu den indischen Jahreszeiten – dann eine Abhandlung über Zutaten und Techniken. Ich habe den Eindruck: Ja, so könnte original indisch kochen gelingen. Dann die Fülle der Gerichte! Das Buch ist so reichhaltig an Rezepten, von denen ich noch nie gehört habe.
Das Buch hat Atmosphäre: warm, weich, fast poetisch. Die Fotos und die Gestaltung sind Mitschuld daran. Besonders gefallen haben mir die luftigen und beinahe sinnlichen Zwischentexte, die sich wie Gedichte zwischen die Gerichte schieben. Trotz aller Poesie lerne ich hier auch viel über Indien.
„Monsoon“ ist kein Nachschlagewerk über die indische Küche, aber nah dran. Es ist auch ein Lehrbuch, zugleich ein sehr persönliches Werk, das mich mitnimmt in diese oft unbekannte Welt.
Die einleitenden Kapitel vermitteln in großer Detailtiefe authentische Grundlagen: von der Herstellung von Ingwer-Knoblauch-Paste, Ghee oder Chutneys bis zum richtigen Rösten von Gewürzen oder Anbraten von Zwiebeln. Zwei Varianten von Garam Masala und präzise Hinweise zu Hitze, Reihenfolgen und Basiszubereitungen zeigen Khans Anspruch, Leser*innen wirklich zu befähigen. Die Rezepte sind klar geführt, die meisten bebildert, ergänzt durch einzelne atmosphärische Indienfotos.
„Monsoon“ ist ein tiefes, authentisches und lehrreiches Kochbuch, das Technik, Kultur und Aromatik elegant verbindet und mit neuen Ideen wie saisonalen Menüs einen hohen Mehrwert bietet.
Über die Autorin ließe sich noch vieles schreiben, doch jetzt zu „Monsoon“: Für das Buch hat sich die Autorin ein ganz spezielles Konzept einfallen lassen, bei dem die Rezepte auf den Wandel der indischen Jahreszeiten abgestimmt sind, der zwei zusätzliche Jahreszeiten umfasst – den Monsun, Asma Khans liebste Jahreszeit, und die Trockenzeit. Man erfährt viel Persönliches und Interessantes vom Leben mit den sechs Jahreszeiten, für Nicht-Inder anschaulich erklärt. Genauso wie die sechs ayurvedischen Geschmacksrichtungen, die bei der harmonischen Zusammenstellung der Menüs im Buch eine entscheidende Rolle spielen.
Es gibt sehr vieles, was mir besonders gut gefällt: dass man in „Grundzutaten & Techniken“ weit mehr hilfreiche Infos erhält als in vielen anderen indischen Kochbüchern; dass Asma Khan so viel Wert darauflegt, nicht nur das Wie, sondern auch das Warum zu erläutern – für Anfänger wie Erfahrene gleichermaßen interessant; dass es zu jedem einzelnen Rezept eine einleitende persönliche Geschichte, Infos oder Tipps gibt, die im Gegensatz zu manch anderen Büchern wirklich lesenswert sind; dass das freundliche, gedeckte Farbschema entspannend wirkt; dass Food Waste ein Thema ist, auf das immer wieder eingegangen wird; und dass ich in diesem Buch auf Rezepte stoße, die ich so in noch keinem anderen (meiner über 50 indischen Kochbücher) gesehen habe.
Spannend sind u. a.: Aubergine mit Mohn, herzhafte Linsenpfannkuchen mit roter Bete, Omelett-Curry, Kalkutta-Backfisch, rotes Wassermelonen-Curry, Tawa-Toastie, gefüllte Bittermelone, pikanter Orangensalat, Zucchini-Paratha, Bananenküchlein, Safran-Mohn-Kulcha (Brötchen) …
Ein sehr persönliches Kochbuch für Menschen, die von einem Kochbuch mehr erwarten als Rezepte – wobei diese alleine schon die Anschaffung wert sind.
Besonders gefällt mir, dass zwischen den Rezepten Menüs angeboten werden, die die indische Esskultur anschaulich widerspiegeln.
Die Einführung in Grundzutaten und Techniken ist fundiert, was das Kochen sichtlich erleichtert.
Das Buch hält sein Versprechen einer authentisch indischen Küche durch ungewöhnliche Rezepte wie Wassermelonen-Curry und durch eine insgesamt stimmige Gestaltung.
Köstliches Indien
80 Rezepte, die jedes Essen zu einem Fest machen
Autor/-in: Chetna MakanVerlag: ZS - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
„Ein Festessen ist eine wunderbare Möglichkeit, sich an einem Tisch zusammenzufinden und das Leben gemeinsam zu genießen. Mit den Rezepten in diesem Buch möchte ich diese Freude mit Ihnen teilen.“ (Chetna Makan) Diese Sammlung von großartigen … [weiterlesen]
Preis: € 29,90
Begründung der Jury:
Der Untertitel verspricht „80 Rezepte, die jedes Essen zu einem Fest machen“, und ja, es geht festlich, bunt, schwelgerisch zu in diesem außergewöhnlichen Buch. Die Fotografien sind eine Augenweide, die Gestaltung gelungen. Es wirkt warm und festlich. Nur: Festessen haben es ja an sich, dass sie meistens eben nicht mit links gelingen, sondern Aufwand und Geduld bedeuten.
Chetna hat eine gute Balance gefunden: Ja, man kann sich mit diesem Buch ein Wochenende lang einschließen und hat am Sonntagabend ein festliches indisches Mahl. Aber es geht auch eine Nummer kleiner und einfacher: Die Freitagabend-Takeaways haben mir besonders gut gefallen; die kleinen Snacks, frittierte Zwiebeln mit Kichererbsen, sehen richtig lecker aus.
Erst am Ende wird es wirklich festlich, mit dem Auberginen-Erdnuss-Masala, dem Chili-Knoblauch-Hähnchen und den unglaublichen (manchmal auch unglaublich süßen!) Desserts.
Ein richtig schönes Buch – für alle, die indische Küche mögen, aber nicht immer drei Stunden in der Küche stehen wollen. Ein Kochbuch, das inspiriert, ohne zu überfordern.
Makan betont die Bedeutung gemeinsamer Mahlzeiten und erklärt den überwiegend vegetarischen Fokus aus ihrer Familienküche heraus, was dem Buch Glaubwürdigkeit und eine klare Ausrichtung gibt. Neben aromatischen Alltagsgerichten zeigt sie erneut ihre Stärke im Dessertbereich, etwa mit einer Schoko-Karamell-Torte mit Kardamom. Die Fotografie von Nassima Rothacker ist stimmungsvoll und appetitanregend, die meisten Gerichte sind bebildert. Das Layout ist übersichtlich, ein doppelt geführtes Register erleichtert die Orientierung.
„Köstliches Indien“ bietet vertraute und neue Impulse, bleibt authentisch und macht Lust aufs Nachkochen – ein verlässliches, sympathisches Buch für alle, die indische Küche zeitgemäß erleben möchten.
Auf den ersten Blick wirkt es etwas einfach, bescheiden, das Layout schlicht und übersichtlich, manche Rezepte ein bisschen kurz, das Buchformat etwas zu klein. Man könnte das Buch leicht unterschätzen – und das habe ich auch.
Man blättert durch: Ja, das kenne ich, sowas Ähnliches habe ich schon mal gemacht, klingt alles (zu?) einfach …
Und dann nimmt man das Buch nochmal zur Hand, wenn es konkret ans Kochen geht. Und man richtig hinschaut. Und plötzlich klingt alles gut. Richtig gut.
Weil Einfachheit auch den großen Vorteil hat, dass es im Alltag machbar ist. Und man vielleicht sogar die Zutaten im Haus hat. Und das Essen im Glücksfall schnell auf dem Tisch steht.
Mund auf – und Überraschung! – es schmeckt kein bisschen einfach. Im Gegenteil: würzig, aromatisch, nach mehr. Weil Chetna Makan Rezepte schreibt, die ausgezeichnet funktionieren. So geht Comfort Food auf Indisch.
Auch das Themenkonzept ist clever: Wir alle brauchen kleinere und größere Feste im Alltag. Unter „Freitagabend-Takeaway“ findet man beliebte Takeaway-Gerichte zum Selberkochen, vom „Snacks“-Kapitel bin ich absolut begeistert, unter „Schnelles Glück“ wird man fündig, wenn Zeitnot herrscht – aber dank Chetna ohne Kompromisse beim Geschmack (Blumenkohl-Masala und Dal mit Mango schmecken toll!). Die Gerichte fürs „Picknick“ sind mit Bedacht ausgewählt und originell, und sogar die Rezepte für die „Festtafel“ lesen sich zwar zeitaufwendiger, aber dennoch unkompliziert.
Es zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch: Die allermeisten Gerichte lassen sich völlig unaufwendig zubereiten – nur genug Zeit sollte man einplanen. Vor allem, wenn man sich in den Kopf gesetzt hat, den gesamten „Sonntagsbrunch“ zu kochen – einfach, weil er so gut klingt und garantiert glücklich macht. Danke dafür!
Es überzeugt mit gut geschriebenen Rezepten wie dem Dal mit Mango und Tadka. Die Würzungen variieren und beruhen nicht nur auf Garam Masala.
Das Konzept, aus jedem Essen ein Fest aus mehreren Gerichten zu machen, wird gut umgesetzt und macht wirklich Lust darauf, Essen mit Freunden zu teilen.
Manche Gerichte sind nur auf doppelseitigen Bildern abgebildet, was die visuelle Orientierung nicht sehr einfach macht.
Deftig vegetarisch - Indien
Indische Küche: authentisch, aromatisch, köstlich
Autor/-in: Anne-Katrin WeberVerlag: Becker Joest Volk Verlag
Indisch kochen – traditionell, vegetarisch, einfach gut.
In ihrem neuen Buch aus der mehrfach ausgezeichneten Reihe „Deftig vegetarisch“ widmet sich Anne-Katrin Weber der facettenreichen Welt der indischen Küche – einer der traditionsreichsten … [weiterlesen]
Preis: € 32,00
Begründung der Jury:
Das Buch beginnt mit Gewürzkunde, sehr ausführlich. Find ich gut – braucht man vielleicht, wenn es vegetarisch ist und trotzdem deftig. Was noch auffällt: Das Buch ist nicht nur deftig, auch sehr luftig. Dank des Großformats muss man die Rezepte nicht mit der Lupe lesen. Danke für diesen Service! Es freut alle, die ein Kochbuch nicht für den Coffeetable brauchen, sondern wirklich mal ein Rezept daraus nachkochen möchten.
Und die Rezepten selbst? Überzeugend alltagstauglich. Viele Klassiker, vieles überraschend simpel, anderes mit ein bisschen mehr Pfanne-und-Topf-Einsatz. Aber immer präzise erklärt und mit Zutaten, die man nicht in drei Spezialläden zusammensuchen muss.
Ein Buch, das sich nicht mit viel Schischi und Atmosphärischem aufhält, eher mit hochgekrempelten Ärmeln zeigt, was im Indischen geht: Vegetarisch kann richtig satt machen und bestimmt auch glücklich. Ein echter Gewinn für alle, die gerne herzhaft essen – ohne Fleisch.
Die Kapitel folgen einer klassischen Struktur mit Currys, Gemüsegerichten, Streetfood, Desserts und hilfreichen Basics wie Pickles, Raitas oder Gewürzmischungen. Trotz der Fülle an Konkurrenz bietet das Buch spürbar neue Impulse, etwa gefüllte Eier-Fladenbrote aus Kolkata, einen Grünen-Bohnen-Salat mit Kokos, Chili und Cashews oder ein Eier-Kokos-Curry. Die Foodfotografie von Wolfgang Schardt ist sorgfältig und appetitanregend; die ergänzenden Reisebilder stammen von Weber selbst. „Deftig vegetarisch: Indien“ ist ein verlässliches, vielseitiges und angenehm frisches Indienkochbuch für alle, die klare, gut umsetzbare Rezepte schätzen.
Wolfgang Schardts wunderschöne Fotos tragen das Ihre zu dem kulinarisch facettenreichen Bild bei, das Frau Weber mit ihrer bunten Auswahl vegetarischer Rezepte zeichnet: Südindische Dal-Suppe, Rote-Bete-Curry, Gemüse-Korma, Paneer-Variationen, eine schöne Auswahl verschiedener Snacks und Streetfood wie knusprig gefüllte Kartoffelküchlein. Auch Süßes kommt nicht zu kurz: Safranjoghurt mit Passionsfruchtsauce, Gulab Jamun, Pistazien-Limetten-Kulfi …
Mit dem Kapitel „Indische Basics“ schließt das Buch ab. Hier geht es um alles, was eine indische Mahlzeit vollständig macht: Pickles, Chutneys, Raitas, selbst hergestellten Paneer, Brote und Reisbeilagen. Ein Kochbuch mit Rezepten, die Kochanfängern Appetit auf eine vielleicht noch unbekannte Küche machen, an dem aber auch geübte Köchinnen und Köche, die gerne indisch kochen, Spaß haben werden.
Die versprochene Authentizität der Rezepte wird zudem nicht ganz eingehalten, da häufig Zutaten durch Alternativen ersetzt werden. Auch der Begriff „deftig“ bleibt im Kontext der indischen Rezepte unklar und wird inhaltlich nicht wirklich eingelöst.
Weitere Kochbücher zum Thema indien aus den früheren Jahren:
2025•

