Saucen
Exzellente Rezepte, Grundlagen und Profiwissen. Über 80 Rezepte und Profi-Know-How von „Saucengott“ Jens Rittmeyer
Autor/-in: Jens RittmeyerVerlag: Matthaes
Geniale Saucen – das Kochbuch von „Saucengott“ Jens Rittmeyer• Über 80 exzellente Saucen-Rezepte – vielfach getestet und präzise beschrieben• Zu jeden Gericht die perfekte Sauce: von der klassisch dunklen Bratensauce über helle und kalte … [weiterlesen]
Preis: € 49,90
Begründung der Jury:
Viele Schritt-für-Schritt-Bilder helfen dabei, auf Rittmeyers Spuren zu folgen. Er teilt echtes Fachwissen und bereitet es so auf, dass sowohl Hobby- als auch Profiköch:innen etwas lernen können. Die Rezepte gehen über die klassischen Saucen hinaus: Minz-Raita, Limetten-Curry-Dip oder BBQ-Honigsauce machen das Buch komplett. Rittmeyer berücksichtigt alles, was einigermaßen flüssig ist, und deckt so das Thema Saucen umfassend ab. Eine Pflichtlektüre für alle, die Saucen mögen. Also: alle.
Dabei wird klug vorgegangen, und die klassischen Hauptsaucen werden neben ihren Ableitungsformen aufgezeigt.
Das Buch ist sehr schön gemacht, mit ästhetischen Fotos und auch sehr schlüssig in der Dramaturgie. Für Anfängerinnen und Anfänger, aber auch für Profiköchinnen und -köche gleichermaßen geeignet. Besonders gut gefällt mir die bebilderte Step-by-Step-Anleitung der jeweiligen Rezepte.
Super Buch!
Das Buch selbst bleibt (fast) vollständig bei seinem Thema: Es geht hier wirklich nur um Saucen – und das in einer Breite, die man kaum so konzentriert findet. Die ersten rund 30 Seiten erklären das Fundament: Equipment, Fondansätze, Reduktionen, Passieren, Fette, Alkohol oder ganz praktische Hinweise, wie man eine Sauce „rettet“, wenn etwas schiefgeht.
Danach folgt die große, klassische Sammlung: dunkle und helle Grundsaucen und ihre Ableitungen, vegane und kalte Varianten, Pastasaucen, Hummerfond, ein zweiter Ansatz Kalbsjus, Beurre blanc, Mayonnaise, Chimichurri – you name it! Überall finden sich Tipps, Varianten und Hinweise, erkennbar aus handwerklicher Erfahrung.
Im hinteren Teil folgen ein paar Rezepte, die als Anwendung gedacht sind – meines Erachtens nicht notwendig. Ein hilfreiches Standardwerk zum punktuellen Nachkochen oder zum tiefen Einstieg in den Kosmos „Sauce“.
Goldene Zeiten
Das Frittierbuch
Autor/-in: Josh FlatowVerlag: AT Verlag
Goldbraun ausgebacken, aromatisch, kross – die Lust an frittierten Speisen ist ungezügelte Lebensfreude – dem mahnenden Gewissen wird ein wohltuendes Schnippchen geschlagen. Der Rezeptteil interpretiert klassische Rezepte traditionell oder augenzwinkernd … [weiterlesen]
Preis: € 32,00
Begründung der Jury:
Koch Josh Flatow hat sich intensiv mit der Materie beschäftigt, Fotografin Vivi D’Angelo hat die knusprig-bunten Bilder gemacht. Hier trieft nichts vor Fett – der Appetit wird angeregt! Dieses Buch nimmt die Angst vorm Frittieren und zeigt, wie vielfältig das Bad im heißen Fett genutzt werden kann. Macht die Fritte an!
Ein ausführlicher Theorieteil zur „Fettkunde“, zu Temperaturen, Sicherheit und der physikalischen Seite des Frittierens, bis hin zu einem Beitrag des Biochemikers Dr. Michael Podvinec, der erklärt, was im heißen Öl passiert. Und natürlich: Panieren. Doch längst nicht überall Panade – wilder Brokkoli mit Pekannüssen und Rote-Bete-Chips steht neben Cornflake-Jalapeño-Poppers und Mozzarella-Sticks, Falafel und Thai-Omelette, Kaninchenleber und Holunderküchlein.
Mit der famosen Foodfotografie der Kollegin Vivi hätte das Buch eigentlich einen zusätzlichen Designpreis verdient – irgendwo zwischen Retro und Knusper, zwischen Persil-Anmutung und ikonisch; einfach krass cool, oder: „kross“ cool. Man hört es beim Blättern praktisch durch die frittierten Krusten krachen. Wie so oft beim AT Verlag ist das Buch sensationell schön gestaltet.
Vielleicht muss ich mir doch eine Fritteuse anschaffen!
Ästhetisch schlüssig und mit schönen Fotos versehen, macht das Kochbuch echt Freude und füllt eine wenig ernst genommene und doch sehr beliebte Nische der Kulinarik: in Fett ausgebackene Köstlichkeiten, die es in jedem kulinarischen Kulturkreis gibt. Zelebriert werden die Nuancen des Frittierens und mit angemessener Ernsthaftigkeit – und mit einem Verneigen vor der Vielseitigkeit dieser Kochtechnik – von verschiedenen Seiten beleuchtet.
Macht Spaß!
How to Cook
Die große Kochschule. Kochen lernen mit über 350 Rezepten und 600 Step-Fotos. Ein Standardwerk für die Küche
Verlag: DK Verlag Dorling Kindersley
EIN Kochbuch – alles drin!• Die große Kochschule mit über 350 Rezepten & 600 Step-by-Step-Fotos• Kochen lernen leicht gemacht: Geballtes Küchenwissen von A–Z• Alle wichtigen Techniken anschaulich erklärt• Einfache, leckere Gerichte: … [weiterlesen]
Preis: € 34,95
Begründung der Jury:
Die Rezepte sind angenehm kreativ, weder zu basic noch zu abgedreht. Viele technische Grundlagen sind ähnlich aufgebaut, etwa bei Butter und Saucen oder beim Thema Geflügel: zuerst Prinzipien und Anatomie, dann Garzeiten, anschließend Suppen, Pies oder Salate.
Überhaupt strukturiert sich das Buch entlang der Hauptzutaten – Pasta, Hülsenfrüchte, Gemüse – und reicht bis zu Kuchen und Desserts. Die Step-by-Step-Fotos machen die Techniken nachvollziehbar, ohne didaktisch zu wirken. Eine wertvolle Sammlung, die auf knapp 500 Seiten Gesamtverständnis vermitteln kann. Eher für Neulinge konzipiert – aber auch ein gutes Haushaltsnachschlagewerk. Hier wird Newbies etwas zugetraut – das mag ich!
Das Buch ist einerseits ästhetisch schlüssig und zeitgemäß aufgemacht, andererseits bedient es durch die Kategorisierung und unterschiedliche kochrelevante Unterthemen (Thema Ei, Eialternativen, Backen süß und salzig, Hülsenfrüchte – um nur eine Auswahl zu nennen) einen Rundumblick in die Küche und das Kochhandwerk.
Gelungen finde ich, dass neben dem „theoretischen“ Teil die Umsetzung in Form von Basic-Rezepten, aber auch modernen Interpretationen oder internationalen Besonderheiten eingefangen wird.
Es könnte noch mehr Abwechslung vertragen, aber es ist als Standardwerk angelegt und integriert die Basis-Küchenausstattung mit einer Basis-Kochtechnik und verspricht somit nur das, was es auch halten kann. Gelungen!
Die dazugehörigen Bilder sind mal Teil einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, mal mittelgroß, mal ganzseitig abgebildet – hier wäre eine klarere Struktur hilfreicher. Dass das Buch mit der Zeit geht, wird daran deutlich, dass es auch Rezepte mit Alternativen zu Eiern oder Milchprodukten gibt. Auf Gerichte wie Instant-Ramen hätte in einem Buch, das die Lust aufs Kochen vermitteln will, verzichtet werden können.
Dennoch: In dieses Buch wurde Liebe, Detailarbeit und Wissen gesteckt. Lernen und loskochen!


