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Die besten Standardwerke

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Saucen
Der Deutsche Kochbuchpreis - GOLD

Ø 8.8

Saucen

Exzellente Rezepte, Grundlagen und Profiwissen. Über 80 Rezepte und Profi-Know-How von „Saucengott“ Jens Rittmeyer

Autor/-in: Verlag: Matthaes

Geniale Saucen – das Kochbuch von „Saucengott“ Jens Rittmeyer• Über 80 exzellente Saucen-Rezepte – vielfach getestet und präzise beschrieben• Zu jeden Gericht die perfekte Sauce: von der klassisch dunklen Bratensauce über helle und kalte … [weiterlesen]

Begründung der Jury:

Ein Saucenbuch vom „Saucengott“ Jens Rittmeyer mit „exzellenten Rezepten“ (Cover) – die Erwartung könnte nicht größer sein. Und Rittmeyer enttäuscht nicht. Ein gelungener Theorieteil bietet überraschende Erkenntnisse: etwa, dass Tomaten aus der Dose Tomatenmark vorzuziehen sind, oder dass Sauce besser reift, wenn man den Topf mit Plastikfolie umwickelt. Die Herstellung der verschiedenen Grundsaucen wird ausführlich und mit Bildern erklärt. Zusätzlich gibt es weitere Rezepte, die teilweise auf die Saucen des ersten Teils zurückgreifen, teilweise aber auch neue Saucen erklären. Hier fehlt etwas die Systematik.
Jens Rittmeyers Saucen ist eine absolute Referenz für das Thema. Punkt. Dabei könnten wir es belassen. So einfach machen wir es uns aber nicht: Der (nicht ganz) selbsternannte Saucengott hat hier sein Wissen auf höchstem Niveau zusammengetragen und nahbar und nachvollziehbar aufbereitet. Schon die Basics zu Equipment und Herd zeigen, wie tief sich Rittmeyer mit der Materie auseinandergesetzt hat und dass Details nicht nur zählen, sondern den Unterschied machen. Er erklärt nicht nur das Wie, sondern immer auch das Warum, er nimmt sich Zeit für Grundlagen und ist dabei konsequent kompromisslos. Die Rezepte bauen sinnvoll aufeinander auf, die Fotografie ist in der nötigen Detailtiefe hilfreich statt nur schön. Das Spektrum reicht dabei weit über französische Klassik hinaus hin zu mediterranen und asiatischen Zubereitungen. Die Anmutung ist etwas oldschool, passt aber perfekt zu einem Standardwerk, das auch in 20 Jahren noch zeitlos sein wird. Dieses Buch macht jeden demütig, der denkt, gute Saucen kochen zu können – aber nicht im negativen Sinne, sondern weil es Neugier und Motivation weckt, an Rittmeyers Wissen zu wachsen.
Schon als Küchenchef galt Jens Rittmeyer als Saucengott. Heute füllt er seine Spezialitäten in Gläser ab. Sein Buch „Saucen“ ist ein echtes Standardwerk über das flüssige Gold. Das Layout ist nüchtern und erinnert mehr an ein Lehr- als an ein Kochbuch. Aber genau das ist der Kern des Buches. Hier wird umfangreiches Wissen vermittelt, damit Saucen gelingen, die richtig gut sind und nicht nur „okay“.
Viele Schritt-für-Schritt-Bilder helfen dabei, auf Rittmeyers Spuren zu folgen. Er teilt echtes Fachwissen und bereitet es so auf, dass sowohl Hobby- als auch Profiköch:innen etwas lernen können. Die Rezepte gehen über die klassischen Saucen hinaus: Minz-Raita, Limetten-Curry-Dip oder BBQ-Honigsauce machen das Buch komplett. Rittmeyer berücksichtigt alles, was einigermaßen flüssig ist, und deckt so das Thema Saucen umfassend ab. Eine Pflichtlektüre für alle, die Saucen mögen. Also: alle.
Saucen von Jens Rittmeyer ist ein Grundlagen- und Grundtechniken-Buch mit höchstem Detailgrad und großem Erfahrungsrepertoire. Herausgearbeitet von dem viel besungenen und sogenannten „Saucengott“ Jens Rittmeyer befasst es sich mit allen Bereichen der Saucenherstellung.
Dabei wird klug vorgegangen, und die klassischen Hauptsaucen werden neben ihren Ableitungsformen aufgezeigt.
Das Buch ist sehr schön gemacht, mit ästhetischen Fotos und auch sehr schlüssig in der Dramaturgie. Für Anfängerinnen und Anfänger, aber auch für Profiköchinnen und -köche gleichermaßen geeignet. Besonders gut gefällt mir die bebilderte Step-by-Step-Anleitung der jeweiligen Rezepte.
Super Buch!
Jens Rittmeyer hat das Thema Saucen einmal komplett durchgespielt – und zwar aus der klassischen Linie heraus, die auf Auguste Escoffier zurückgeht, jener Grundordnung der französischen Hochküche und ihrer Saucen und Ableitungen. Kein Wunder, dass auch Rittmeyers ehemaliger Lehrmeister Dieter Müller eines der Vorworte beisteuert.
Das Buch selbst bleibt (fast) vollständig bei seinem Thema: Es geht hier wirklich nur um Saucen – und das in einer Breite, die man kaum so konzentriert findet. Die ersten rund 30 Seiten erklären das Fundament: Equipment, Fondansätze, Reduktionen, Passieren, Fette, Alkohol oder ganz praktische Hinweise, wie man eine Sauce „rettet“, wenn etwas schiefgeht.
Danach folgt die große, klassische Sammlung: dunkle und helle Grundsaucen und ihre Ableitungen, vegane und kalte Varianten, Pastasaucen, Hummerfond, ein zweiter Ansatz Kalbsjus, Beurre blanc, Mayonnaise, Chimichurri – you name it! Überall finden sich Tipps, Varianten und Hinweise, erkennbar aus handwerklicher Erfahrung.
Im hinteren Teil folgen ein paar Rezepte, die als Anwendung gedacht sind – meines Erachtens nicht notwendig. Ein hilfreiches Standardwerk zum punktuellen Nachkochen oder zum tiefen Einstieg in den Kosmos „Sauce“.
Goldene Zeiten
Der Deutsche Kochbuchpreis - SILBER

Ø 8.6

Goldene Zeiten

Das Frittierbuch

Autor/-in: Verlag: AT Verlag

Goldbraun ausgebacken, aromatisch, kross – die Lust an frittierten Speisen ist ungezügelte Lebensfreude – dem mahnenden Gewissen wird ein wohltuendes Schnippchen geschlagen. Der Rezeptteil interpretiert klassische Rezepte traditionell oder augenzwinkernd … [weiterlesen]

Begründung der Jury:

Frittieren ist out, die Wohnung stinkt danach und ungesund ist es auch. Aber lecker ist es halt – und so wie das kongeniale Duo Josh Flatow (Rezepte) und Vivi D’Angelo (Fotografie) spielerisch-ironisch mit den ganzen Klischees umgehen, bekommt man sofort Lust, sich eine, besser mehrere, Fritteusen in die Küche zu stellen. Das poppige Retro-Design wirkt völlig übertrieben – und das ist das Gute daran. Es hebt sich wohltuend von der oft sehr einheitlichen Ästhetik anderer Kochbücher ab. Der Theorieteil geht bis ins molekularbiologische Detail, und die Rezepte sind gut durchdacht.
Es braucht gute Ideen, um ein Kochbuch monothematisch zu konzipieren und das Thema von vorne bis hinten durchzuziehen, ohne dass Langeweile entsteht – bei „Goldene Zeiten“ ist das gelungen. Das Frittieren wird hier ernst genommen und so aufbereitet, dass der Prozess verständlich wird. Ein umfangreicher Theorieteil stellt sicher, dass man sich mit Frittiertemperaturen, Fettarten und Rauchpunkten auskennt, bevor der Rezeptteil startet.
Koch Josh Flatow hat sich intensiv mit der Materie beschäftigt, Fotografin Vivi D’Angelo hat die knusprig-bunten Bilder gemacht. Hier trieft nichts vor Fett – der Appetit wird angeregt! Dieses Buch nimmt die Angst vorm Frittieren und zeigt, wie vielfältig das Bad im heißen Fett genutzt werden kann. Macht die Fritte an!
In Zeiten von Airfryer-Hype und Gesundheitsküche wagen sich Vivi D’Angelo und Josh Flatow ans „richtige“ Frittieren – und liefern mit Goldene Zeiten ein herrlich unzeitgemäßes, aber dringend benötigtes Plädoyer für alles aus der Fritte. Der humorvolle Einstieg lässt einen schmunzeln, doch die fundierte Einordnung und das Kapitel zur Küchentheorie zeigen schnell: Hier hat sich jemand tiefgehend mit dem Thema auseinandergesetzt, bis hin zu sehr sinnvollen Sicherheitshinweisen. Die Rezepte überraschen mit kreativen Kompositionen wie Salzgurken mit Blauschimmel oder Shiso-Tempura mit Matcha, das Buch ist also weit entfernt von der erwarteten Pommes-Parade. Klar strukturiert und auf Retro-Requisiten bildschön und farbenfroh fotografiert, wirken die Gerichte teilweise ausgewogener als so manch „normales“ Kochbuch – vor allem auch dank der vegetarischen Vielfalt. Frittierte Guilty Pleasures treffen Küche mit Anspruch, und der Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz. Ein großer Spaß!
„Goldene Zeiten“ widmet sich einem selten ernst genommenen Thema mit voller Konzentration: dem Frittieren. Autor Josh Flatow und Fotografin Vivi D’Angelo holen das heiße Fett aus der Billig-Ecke und rücken es ins Rampenlicht. Herrlich hedonistisch gehen die beiden in die Tiefe – mit Tipps und Techniken für dieses köstliche Thema.
Ein ausführlicher Theorieteil zur „Fettkunde“, zu Temperaturen, Sicherheit und der physikalischen Seite des Frittierens, bis hin zu einem Beitrag des Biochemikers Dr. Michael Podvinec, der erklärt, was im heißen Öl passiert. Und natürlich: Panieren. Doch längst nicht überall Panade – wilder Brokkoli mit Pekannüssen und Rote-Bete-Chips steht neben Cornflake-Jalapeño-Poppers und Mozzarella-Sticks, Falafel und Thai-Omelette, Kaninchenleber und Holunderküchlein.
Mit der famosen Foodfotografie der Kollegin Vivi hätte das Buch eigentlich einen zusätzlichen Designpreis verdient – irgendwo zwischen Retro und Knusper, zwischen Persil-Anmutung und ikonisch; einfach krass cool, oder: „kross“ cool. Man hört es beim Blättern praktisch durch die frittierten Krusten krachen. Wie so oft beim AT Verlag ist das Buch sensationell schön gestaltet.
Vielleicht muss ich mir doch eine Fritteuse anschaffen!
Goldene Zeiten. Das Frittierbuch von Josh Flatow und Vivi D’Angelo befasst sich mit der Kochtechnik des Frittierens. Neben einer Einführung in Temperaturen, Equipment und handwerkliche Prozesse tummeln sich hier weniger bekannte und bekannte Rezeptideen rund um das Thema Frittieren und Ausbacken in Fett.
Ästhetisch schlüssig und mit schönen Fotos versehen, macht das Kochbuch echt Freude und füllt eine wenig ernst genommene und doch sehr beliebte Nische der Kulinarik: in Fett ausgebackene Köstlichkeiten, die es in jedem kulinarischen Kulturkreis gibt. Zelebriert werden die Nuancen des Frittierens und mit angemessener Ernsthaftigkeit – und mit einem Verneigen vor der Vielseitigkeit dieser Kochtechnik – von verschiedenen Seiten beleuchtet.
Macht Spaß!
How to Cook
Der Deutsche Kochbuchpreis - BRONZE

Ø 8.3

How to Cook

Die große Kochschule. Kochen lernen mit über 350 Rezepten und 600 Step-Fotos. Ein Standardwerk für die Küche

Verlag: DK Verlag Dorling Kindersley

EIN Kochbuch – alles drin!• Die große Kochschule mit über 350 Rezepten & 600 Step-by-Step-Fotos• Kochen lernen leicht gemacht: Geballtes Küchenwissen von A–Z• Alle wichtigen Techniken anschaulich erklärt• Einfache, leckere Gerichte: … [weiterlesen]

Begründung der Jury:

Das umfangreiche, nach Zutaten gegliederte Buch bietet zahlreiche hilfreiche Schritt-für-Schritt-Anleitungen und jeweils 2–3 Rezepte pro Zutat. Abgeholt werden dabei sowohl blutige Kochanfängerinnen (Sahne muss im Kühlschrank gelagert werden, S. 40) als auch ambitionierte Hobbyköchinnen (Tintenfisch vorbereiten, S. 138). Die Rezepte sind ansprechend und zeitgemäß fotografiert und decken die ganze Bandbreite von mediterran bis asiatisch ab. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die fast 500 Seiten keine 35 Euro kosten, kann man nur sagen: klare Empfehlung!
„How to Cook“ ist als großes Küchenhandbuch angelegt – über 350 Rezepte, dazu Grundlagen, Techniken und Schritt-für-Schritt-Fotos. Das Konzept ist klar: nicht nur Rezepte sammeln, sondern erklären, wie Kochen funktioniert. Das Ei-Kapitel zeigt gut, wie das Buch arbeitet: Wann welches Timing zu welcher Konsistenz führt, wie pochiert wird und wie sich daraus Gerichte entwickeln – vom einfachen Salat bis zur Shakshuka.
Die Rezepte sind angenehm kreativ, weder zu basic noch zu abgedreht. Viele technische Grundlagen sind ähnlich aufgebaut, etwa bei Butter und Saucen oder beim Thema Geflügel: zuerst Prinzipien und Anatomie, dann Garzeiten, anschließend Suppen, Pies oder Salate.
Überhaupt strukturiert sich das Buch entlang der Hauptzutaten – Pasta, Hülsenfrüchte, Gemüse – und reicht bis zu Kuchen und Desserts. Die Step-by-Step-Fotos machen die Techniken nachvollziehbar, ohne didaktisch zu wirken. Eine wertvolle Sammlung, die auf knapp 500 Seiten Gesamtverständnis vermitteln kann. Eher für Neulinge konzipiert – aber auch ein gutes Haushaltsnachschlagewerk. Hier wird Newbies etwas zugetraut – das mag ich!
How to cook. Die große Kochschule ist ein umfangreiches Standardwerk für Kochneulinge und Kochende mit Erfahrung.
Das Buch ist einerseits ästhetisch schlüssig und zeitgemäß aufgemacht, andererseits bedient es durch die Kategorisierung und unterschiedliche kochrelevante Unterthemen (Thema Ei, Eialternativen, Backen süß und salzig, Hülsenfrüchte – um nur eine Auswahl zu nennen) einen Rundumblick in die Küche und das Kochhandwerk.
Gelungen finde ich, dass neben dem „theoretischen“ Teil die Umsetzung in Form von Basic-Rezepten, aber auch modernen Interpretationen oder internationalen Besonderheiten eingefangen wird.
Es könnte noch mehr Abwechslung vertragen, aber es ist als Standardwerk angelegt und integriert die Basis-Küchenausstattung mit einer Basis-Kochtechnik und verspricht somit nur das, was es auch halten kann. Gelungen!
Kochen ist komplex und wer sich an eines der schönsten Hobbys überhaupt heranwagen möchte, lernt durch Ausprobieren oder durch Lesen – und wieder Ausprobieren. Genau diese Kombination ist der Kern der Kochschule „How to Cook“. Anhand bestimmter Hauptzutaten wie Eiern oder Reis und Kategorien wie z. B. Gebäck werden grundlegende Kochtechniken vermittelt, die in einem zugehörigen Rezept ausprobiert werden können.
Die dazugehörigen Bilder sind mal Teil einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, mal mittelgroß, mal ganzseitig abgebildet – hier wäre eine klarere Struktur hilfreicher. Dass das Buch mit der Zeit geht, wird daran deutlich, dass es auch Rezepte mit Alternativen zu Eiern oder Milchprodukten gibt. Auf Gerichte wie Instant-Ramen hätte in einem Buch, das die Lust aufs Kochen vermitteln will, verzichtet werden können.
Dennoch: In dieses Buch wurde Liebe, Detailarbeit und Wissen gesteckt. Lernen und loskochen!
Auf knapp 500 Seiten verspricht How to cook das Standardwerk für alle zu sein, die Kochtechniken wirklich verstehen und anwenden wollen. Die klare Struktur nach Warengruppen und die Schritt-für-Schritt-Fotostrecken bei vielen Rezepten sind dafür durchaus hilfreich, jedoch in entscheidenden Momenten dann doch oft nicht so präzise oder aussagekräftig, wie man es sich wünschen würde. Die Rezepte selbst sind klar strukturiert, zeitgemäß und gut aufbereitet; etwas fortgeschrittene Hobbyköchinnen können sich durch den Befehlston und die strikten Vorgaben (Esslöffel müssen exakt 20 ml fassen!) aber etwas bevormundet fühlen. Schade auch, dass die eigentliche Basis guter Küche, also Fonds, Soßen, Fermentiertes, Gewürze und Co., erst ganz am Ende und relativ knapp behandelt wird. Am Ende ein sehr umfangreiches Buch, mit dem man vieles lernen kann. Um das Gelernte dann jedoch in kreativer Art weiterzuverwenden, wird man relativ schnell weiterziehen und dieses Buch nur noch selten zur Hand nehmen.
Warum hier keine Jury-Urteile zu lesen sind und die Bücher dieser Rubrik gleichberechtigt mit Gold ausgezeichnet wurden, erfahren Sie hier.

Weitere Kochbücher zum Thema Kochschulen & Kochtechnik aus den früheren Jahren:

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