Logo

Die besten Frühstücks-Kochbücher

202520242023202220212020
Meine liebste Mahlzeit
Der Deutsche Kochbuchpreis - GOLD

Ø 8.1

Meine liebste Mahlzeit

Israelisch frühstücken zu jeder Stunde des Tages

Autor/-in: Verlag: AT Verlag

Keine Mahlzeit verkörpert die israelische Küche so sehr wie das Frühstück. Es wird meist in Buffettform angerichtet und hat seinen Ursprung in den Kibbuzim, den gemeinschaftlichen landwirtschaftlichen Betrieben, wo herzhafte Speisen einst die harte … [weiterlesen]

Begründung der Jury:

Tom Franz legt mit „Meine liebste Mahlzeit“ ein Kochbuch vor, das vor allem durch seine persönliche Handschrift überzeugt. Besonders gelungen sind die kompakten persönlichen Anmerkungen, die er einzelnen Rezepten beistellt und einen guten Einblick in seine Kochentscheidungen geben. Die Rezepte werden stets in einen kulturellen und emotionalen Zusammenhang eingebettet und wirken dadurch nachvollziehbarer, etwa wenn er erklärt, warum er bestimmte Gewürze bevorzugt oder welche Erfahrung ihn zu einer Zubereitungsweise geführt hat. Ein großer Pluspunkt sind die Randnotizen mit Tipps und Tricks. Sie sind praktisch, konkret und verbessern das Gelingen der Gerichte tatsächlich. Zusatzinformationen wie Hinweise zu Garzeiten, Alternativen bei Zutaten oder kleinen Techniken heben das Buch von vielen anderen Titeln ab, die oft nur reine Rezeptlisten bieten.
Die Fotografien sind ästhetisch ansprechend und wirken realistisch. Die Gerichte sind klar erkennbar und wirken so, wie sie in einer gut geführten Hobbyküche tatsächlich aussehen können. Die visuelle Gestaltung unterstützt die Rezepte, statt sie zu überinszenieren oder Erwartungen zu wecken, die zu Hause kaum erfüllbar sind. Man möchte die Rezepte am liebsten direkt nachkochen.
Stark ist auch der Stil-Mix aus traditioneller und moderner Küche. Franz kombiniert klassische Grundzubereitungen mit zeitgemäßen Zutaten oder leichten Abwandlungen. Dieser Ansatz wirkt durchdacht, weil beide Elemente sinnvoll ineinandergreifen. Es entsteht ein Kochbuch, das sowohl erfahrene als auch Hobbyköchinnen und -köche abholt, ohne sich in Beliebigkeit zu verlieren. Die Struktur des Buches ist klar und funktional. Die Kapitel sind übersichtlich gesetzt, Zutatenlisten sind gut gestaltet und die Arbeitsanweisungen sind sprachlich präzise.
An manchen Stellen wären etwas ausführlichere Zeitangaben hilfreich, um Arbeitsabläufe besser planbar zu machen. Ansonsten ist „Meine liebste Mahlzeit“ ein liebevoll gestaltetes und inspirierendes Kochbuch, das seine eigenen Ansprüche erfüllt: persönliche Einblicke, alltagstaugliche Rezepte, eine klare Gestaltung und praktische Hinweise.
Tom Franz, kulinarischer Botschafter der israelischen Küche, hat sein drittes Kochbuch dem Frühstück gewidmet, seiner „liebsten Mahlzeit“, wie es auf dem Titel heißt. Und wie der Zusatz „zu jeder Stunde des Tages“ schon vermuten lässt, geht es hier für ein Frühstücksbuch sehr herzhaft zu. Nur das letzte Kapitel dreht sich um süße Rezepte, alles davor lässt sich ebenso gut zum Mittag- oder Abendessen servieren.
Seinem im Vorwort formulierten Anspruch, das Frühstück als „Kondensat der israelischen Küche“ in seiner Ganzheitlichkeit mitsamt den Einflüssen aus den umliegenden Ländern und verschiedenen Ethnien erlebbar zu machen, wird Tom Franz absolut gerecht. Das Buch versammelt neben beliebten, auch in Deutschland bekannten Klassikern wie Sabich oder Shakshuka und diversen Hummus-Variationen auch jüdische Traditionsgerichte des Schabbat-Mahls wie Mazzebrei oder Kigel.
Dank spielerischer Neu-Kreationen wie Falafel-Pizza oder zerknülltem Filo-Auflauf dürften hier aber auch für dezidierte Israel-Kenner:innen viele neue Rezeptideen dabei sein. Ein vielseitiges Buch, das einem nicht nur israelische Rezepte schmackhaft macht, sondern auch die Kultur des Landes dank der ausführlichen Erklärungen zu allen Gerichten näherbringt.
Ein reich gedeckter Tisch – diese Frühstückskultur hat Tom Franz in seinen 20 Jahren in Israel kennen und lieben gelernt. Mit diesem Werk gibt er den Traditionsspeisen die Bühne, die sie verdienen, und bringt gleichzeitig seine persönliche Note ein.
Die Gerichte sind vorwiegend pikant, mit Fisch, aber ohne Fleisch, vielfältig und in unzähligen Variationen kombinierbar: vom jemenitischen Pfannenbrot über grünen Hummus aus dicken Bohnen und Lachszopf bis hin zu Zucchini-Kataifi-Auflauf und Schabbat-Käsekuchen. Mal aufwändiger, mal einfacher – aber nie kompliziert.
Besonders gefallen haben mir die kleinen „Sterne“, die jedes Rezept ergänzen: Hinweise, Alternativen, zusätzliche Infos und Variationen des Autors. Das verleiht dem Kochbuch Persönlichkeit und vermittelt das Gefühl, als würde ein guter Freund einem beim Kochen zur Seite stehen.
Ein Buch, bei dem es schade wäre, wenn es nur zum Frühstück zum Einsatz käme.
Tom Franz legt ein kulturell spannendes Buch vor, das israelische Frühstückskultur authentisch einfängt und eine beeindruckende Vielfalt an Rezepten aus der Levante enthält. Gelungen ist, wie selbstverständlich er persönliche Erinnerungen, kulturelle Einordnung und Rezeptpraxis verbindet. Die Einleitung zur Geschichte des israelischen Frühstücks, geprägt durch die Kibbuzkultur, vermittelt nachvollziehbar, warum die erste Mahlzeit des Tages in Israel so zentral ist.
Die Rezepte sind handwerklich gut beschrieben und variieren sinnvoll in ihrer Komplexität. Viele Gerichte bestehen aus einzelnen Komponenten, die flexibel kombiniert werden können – für ein großes Frühstücksbuffet ebenso wie für ein schnelles Gericht. Die Bandbreite ist groß: Aufstriche, Salate, Hummusvarianten, Fischgerichte, Ofenrezepte und einige Süßspeisen. Die Struktur ist klar und macht es leicht, sich zu orientieren.
Passend sind auch für die Region typische und für westliche Leser eher exotische Backwaren wie Lachuch und Kubaneh. Das in unseren Breiten bekannte Challah stellt er mit Dinkel her – mit der Aussage, dass dies gesünder sei als das „weiße Mehl“. Diese Meinung teile ich nicht; der Schlüssel zu mehr Gesundheit liegt eher in der Teigführung.
Positiv fällt auf, dass Franz konsequent mit alltäglichen Techniken arbeitet. Die Bildsprache ist hochwertig und unterstützt den israelischen Charakter des Buchs sehr gut. Foodfotos und Szenenbilder passen stilistisch zusammen und erzeugen eine angenehme Stimmung.
In seinem dritten Kochbuch widmet sich der in Deutschland geborene Autor dem Frühstück in Israel, seiner Wahlheimat. Richtiges Fernweh kommt dabei – wie bei anderen Büchern über fremde Küchen – nicht auf; das liegt vielleicht unter anderem daran, dass das Buch sich visuell komplett auf die Rezepte beschränkt. Dennoch nähert man sich Israel an: durch das Essen, das Leben, das Grundsätzliche.
Frühstück ist dabei eine Mahlzeit, die in ihren Komponenten den ganzen Tag füllen kann – von Challah, dem Hefezopf, über Hummus-Variationen bis zu süßen Speisen. Die intensive Beschäftigung mit der Zubereitung merkt man etwa beim Shakshuka, das auf Vorrat über Stunden geköchelt wird und am Ende ganz anders schmeckt als jedes Shakshuka, das ich bis jetzt gekocht oder gegessen habe.
Ein gelungenes Buch für alle, die sich – wie der Autor – intensiv dem israelischen Frühstück widmen möchten.
Breakfast all day long!
Der Deutsche Kochbuchpreis - SILBER

Ø 7.9

Breakfast all day long!

70 Rezepte für ein gesundes & köstliches Frühstück – all day long!

Autor/-in: Verlag: Christian

Frühstück ist gesund. Gesund ist Trend. Jetzt können wir uns alles, wofür wir so gerne zum Coffee Shop wandern und viel Geld ausgeben, einfach, günstig und ohne viel Aufwand nach Hause holen!
Die etwa 70 Rezepte im Buch sind einfach, machen … [weiterlesen]

Begründung der Jury:

Frühstück, Brunch, Snack – dieses Buch ist so viel mehr als „nur“ ein Frühstücksbuch. Die Macher verraten ihre Tricks und Kniffe aus dem eigenen Café in Stockholm. Sie haben eine in Teilen komplexe und durchaus kulinarisch anspruchsvolle Herangehensweise an die wichtigste Mahlzeit des Tages.
Granolas, Toppings, Kompott, Overnights, Porridge-Bowls, Eier, Lunch – viele Rezepte bauen aufeinander auf, sind miteinander verwoben und spielen damit auf einem neuen Level.
Das Schokoladengranola wird mit Kirschkompott zu einer vollständigen Komposition. Einzeln wird aus jedem Element ein schnelles Morgenglück am Wochentag. Zum klassischen Rührei habe ich noch einmal einen ganz neuen Zugang bekommen – mit Pürierstab und flüssiger Sahne.
Am Ende habe ich das Gericht mit gerösteter, geriebener Walnuss garniert – spannend! Es wird Zeit, dem Frühstück wieder mehr Aufmerksamkeit und Liebe zukommen zu lassen.
Ein lesenswertes Naturkochbuch, das in seiner Bildsprache den Spagat zwischen rustikaler Draußen-Küche und feinen Tellern versucht. Diese Balance gelingt über die ganze Strecke gut; poetische Naturaufnahmen ergänzen sich an vielen Stellen absolut stimmungsvoll mit den dazu passenden Rezepten. Eine ästhetische und fundierte Annäherung an eine roh-wilde Küchenphilosophie, die ganz nah am Herkunftsort ihrer Zutaten entlang erzählt wird.
„Breakfast All Day Long“ überzeugt besonders durch seine Gestaltung. Die Fotos sind durchgehend ansprechend, klar aufgebaut und verleihen dem Buch eine starke visuelle Wirkung. Die Mischung aus süßen und herzhaften Rezepten ist breit genug, um viele Geschmäcker abzudecken. Dazu kommt eine außergewöhnlich große Auswahl an Granola-Rezepten. Die Vielfalt in diesem Bereich ist gut ausgearbeitet und zeigt, wie unterschiedlich Granola gestaltet werden kann – für Fans dieses Themas ein echter Pluspunkt.
Was mir allerdings gefehlt hat, sind Rezepte für grundlegende Basics wie selbstgebackenes Brot. Gerade in einem Frühstücksbuch wäre eine Anleitung dafür schön gewesen. Außerdem wirkt das Buch sehr sachlich, weil persönliche Einblicke oder Hintergrundgeschichten weitgehend fehlen. Ohne diese Ebene bleibt es fachlich korrekt, aber wenig charakteristisch.
Insgesamt ist „Breakfast All Day Long“ ein ansprechend gestaltetes und abwechslungsreiches Kochbuch, das besonders durch seine starke Granola-Auswahl und die klare Bildsprache überzeugt, aber durch fehlende Basics und eine wenig persönliche Note an Tiefe verliert.
Ein modern und ansprechend gestaltetes Buch zum Thema Frühstück, das sich auch gut für schnelle, einfache Mittagsgerichte eignet. Anna und Rasmus betreiben das Café Pom in Stockholm, in dem sie kreative und teilweise ungewöhnliche Frühstücksgerichte servieren. Für viele Rezepte benötigt man selbst gemachte Granolas, Nussmischungen oder Erdnussbutter, die sinnvollerweise gleich zu Beginn in der Rubrik „Vorratskammer“ beschrieben werden.
Das Buch vereint internationale Frühstückstrends, die stimmig an die skandinavische Herkunft angepasst sind. Viele Gerichte lassen sich sowohl klassisch mit tierischen Produkten als auch vegan zubereiten, ohne dass dies besonders hervorgehoben wird – in einem modernen Frühstückscafé gehört diese Flexibilität schlicht zum Standard. Beim Milchreis funktioniert die vegane Variante allerdings nur, wenn, wie beschrieben, zunächst ein Teil mit Wasser vorgekocht und erst anschließend mit normaler oder Pflanzenmilch ergänzt wird.
Ansprechend sind die ausgefallenen Porridge-Kreationen, etwa mit gebackenen Pflaumen und Safranhonig. Die Brot- und Ei-Gerichte basieren größtenteils auf einem Rührei-Masterrezept, das mit Step-Fotos erklärt wird. Irritierend ist allerdings das Toast Chermoula, das in der Rubrik „Ei & Brot“ auftaucht, aber kein Ei enthält – oder ich habe es dort schlicht nicht gefunden. Generell bleibt die Vielfalt der Ei-Zubereitungen etwas eingeschränkt; über den Eiersalat hinaus basieren alle Eierspeisen auf Rührei.
Die überwiegend von oben fotografierten Rezeptfotos harmonieren gut mit den atmosphärischen Schwarz-Weiß- oder Blitzaufnahmen von Menschen und Interieur. Das Zusammenspiel erzeugt eine klare, eigenständige Bildsprache, die das Buch trägt.
Ein Buch, das inspiriert, wohltuend und gesund in den Tag zu starten.
Anna und Rasmus, Inhaber des Cafés Pom & Flora in Stockholm, möchten in ihrem Buch 70 Frühstücksgerichte zu jeder Tageszeit schmackhaft machen – von Joghurt mit Granola, Chia-Pudding und Porridge über Ei- und Brotgerichte bis hin zu Süßem und Getränken. Für mich bleiben diese Gerichte jedoch vor allem eine liebenswerte Begleitung durch die erste Tageshälfte.
Die Basis bildet das Kapitel „Vorrat“. Diese Vorarbeit lohnt sich: Granolas sowie Nuss- und Gewürzmischungen kommen regelmäßig zum Einsatz, verkürzen die Zubereitung und sind lange haltbar. So gelingen ausgewogene Frühstücksgerichte auch im stressigen Alltag.
Die aus hippen Brunchlokalen bekannten, inszenierten Gerichte wurden in ein klares Layout in stimmigen Pastelltönen übersetzt.
Dieses Buch richtet sich an alle, die gerne gesunde Gerichte aus der Schüssel oder feine Eierspeisen genießen, Freude am Vorratshalten haben und Abwechslung in ihre morgendliche Routine bringen möchten.
Warum in dieser Rubrik im Jahr 2025 nur zwei Bücher nominiert sind, steht hier.

Weitere Kochbücher zum Thema Frühstück aus den früheren Jahren:

202520242023202220212020