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Preisverleihung – 2025

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Der Deutsche Kochbuchpreis 2025 wurde am 26. November in der Hamburger Hobenköök verliehen. 150 Gäste aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Schweden und Israel feierten die Preisträger/innen aus 35 Rubriken.

Die wichtigsten Auszeichnungen in der Übersicht

Mit der besonderen Ehrung des Deutschen Kochbuchpreises wurde Monika Schlitzer ausgezeichnet. Sie führte viele Jahre den DK Verlag und machte ihn zu einem der besten und erfolgreichsten Kochbuch-Verlage im deutschsprachigen Raum. Nicht zuletzt durch die Bücher von Yotam Ottolenghi und Jamie Oliver, die sie entdeckte.
•   Zur ausführlichen Laudation
Aus dem Gourmethotel Rote Wand in Zug war Joshi Walch angereist. In der Genussdestination befindet sich das Culinary Lab, in dem eine technisch aufwändige neue Alpenküche zelebriert wird. Das dazugehörige Buch gewann in der Rubrik „Alpen“.
Hubertus Tzschirner (re.) und Fotograf Daniel Esswein bilden ein erfolgreiches Kochbuch-Gespannt. Das zeigte sich auch im Gewinn der Rubrik „Dessert“ mit ihrem Buch EIS.
Der gebürtige Rheinländer und Jurist Tom Franz wanderte 2004 nach Israel aus und machte seine Leidenschaft, das Kochen, zu seinem Beruf. Mit „Meine liebste Mahlzeit“, ein Kochbuch über israelisches Frühstück, gewann er in der Rubrik „Frühstück“.
Sibylle Hunger ist Expertin für Fermentation und gewann mit ihrem Standardwerk „Koji Miso Shoyu Tempeh“ über japanische Fermentationstechniken Gold in der Rubrik „Fermentation“.
Stevan Paul hat das beste Fisch-Kochbuch 2025 geschrieben. Mit „Sushi“ widmet er der japanischen Zubereitung ein Standardwerk und zeigt, wie dieses Stück Esskultur auch zuhause gelingt.
Hanna Reder gewann mit „Was kocht Hanna“ die Rubrik „Einfach & schnell“. Darin zeigt sie alltagstaugliche Rezepte mit einem kleinen Twist.
Vivi D´Angelo und Josh Flatow zeigen mit ihrem Buch „Wurst“, dass man auch vermeintlich weniger populäre Themen kreativ, zugänglich und fachlich wie optisch überzeugend aufbereiten kann: Gold in der Rubrik „Fleisch“.
Laurel Kratochvila betreibt in Berlin die Bäckerei Fine Bagels, die auf jüdische Backwaren spezialisiert ist. Die gebürtige Amerikanerin lebt seit vielen Jahren in Europa und hat eine klassische Ausbildung zur Bäckerin in Frankreich genossen. In ihrem „Polen-Backbuch“ beschreibt sie typische Gebäcke aus dem osteuropäischen Land, so präzise und authentisch, dass die Jury das Buch mit Gold in der Rubrik „Osteuropa“ belohnte.
Fotografin Elissaveth Patrikiou und Autor Onur Elci haben gemeinsam das Buch „Alles in die Mitte“ geschaffen. Es stellt mit Gerichten aus dem Mittelmeerraum das Verbindende des Essens in den Mittelpunkt – Gold in der Rubrik „Mediterrane Küche“.
Doppelte Freude bei Zora Klipp und ihrer Freundin Hanna Reder. Zora gewann mit „Hej!“ die Rubrik „Skandinavien“, Hanna Reder zusätzlich noch die Auszeichnung für das beste „Newcomer“-Kochbuch.
Unter dem Motto „grenzenlose Heimat“ stellen Alexander Herrmann und Tobias Bätz in ihrem zweifach besternten Restaurant AURA die kulinarische Eigenständigkeit der Region Franken in den Vordergrund. Dabei greifen sie auf Lebensmittel von mehr als 80 regionalen Lieferanten zurück. Einen Großteil der Produkte veredeln sie in ihrem Future Lab ANIMA. Erst im zweiten Schritt kommen die Produkte in der Küche des Restaurants AURA erneut zum Einsatz. Dieses einzigartige Konzept haben sie in ihrem Buch „Aura&Anima“ aufgeschrieben, das die Rubrik „Sterneküche“ für sich entscheiden konnte. Anima-Foodscout Joshi Osswald nahm die Auszeichnung stellvertretend für das ganze Team in Empfang.
Stefanie Hiekmann (li.) und Lisa Angermann haben in „Unsere kreative Kräuterküche“ ihre liebsten Kräuter und dazu passende Rezepte vorgestellt. Das überzeugte die Jury in der Rubrik „Warenkunde“ am meisten.
Wolfgang Müller (li.) und Benjamin Haverkamp haben das beste Wild-Kochbuch 2025 geschrieben. In „WILD“ zeigen sie Rezepte für die Verarbeitung ganzer Tiere – nachhaltig und kulinarisch sehr überzeugend.
Jens Rittmeyer wird häufiger auch als „Saucengott“ bezeichnet – ein Titel, der ihm selbst manchmal etwas zu dick aufgetragen wirkt. Das ändert jedoch nichts daran, dass er das Saucen-Handwerk perfekt beherrscht. Sein Buch „Saucen“ gewann in der Rubrik „Kochschulen“.
Lutz Geißler, der erfolgreichste Brotbuch-Autor Deutschlands, hat eine sehr traue Fangemeinde. So treu und enthusiastisch, dass sie beim Publikuspreis sehr zahlreich für ihn abstimmten und ihn zum ersten Platz verhalfen.

Das Menü

Das Menü gab den Newcomer/innen-Kochbüchern eine Bühne: alle Gerichte wurden aus ihren Kochbüchern gekocht.

Sauerteigbrot von Jens Lund
Weingut Heitlinger 2019 Blanc de Noir VDP.SEKT

Sellerie-Apfel-Salat (aus „Was kocht Hanna“)
Weingut Heitlinger 2023 Auxerrois VDP.GUTSWEIN

Miso-Röst-Tomatensuppe (aus „Grün.Warm.Gut.“)
Weingut Heitlinger 2021 Tiefenbach Pinot Gris VDP.ORTSWEIN

Zwiebel-Tarte Tatin (aus „Was kocht Hanna“)
Knollensellerie mit Ranch-Sauce (aus „Nenad at home“)
Weingut Heitlinger 2023 Hilsbach Chardonnay VDP.ORTSWEIN

Austernpilz-Stroganoff (aus „Grün.Warm.Gut.“)
Gegrillte Auberginen mit Zitronen-Beurre-Blanc (aus „Einfach herzhaft & Süß“)
Risotto mit geröstetem Kürbis und Salbei (aus „Simple is best“)
Weingut Heitlinger 2012 Königsbecher Pinot Noir VDP.GROSSES GEWÄCHS

Torta di Mele (aus „Was kocht Hanna“)
Rote Grütze mit Sauerkirschen (aus „Simple is best“)
Weingut Heitlinger 2024 Secco VDP.GUTSWEIN

Weitere Impressionen

Die Partner

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Nachhaltigkeitspartner des Deutschen Kochbuchpreises ist das MSC-Siegel, das Produkte aus nachhaltigem Fischfang kennzeichnet. Kathring Runge, Program Manager DACH-Region, sprach in ihrer Rede unter anderem über Chancen und Risiken des Fischkonsums, Wissensdefizite beim Fisch und das Potenzial von Kochbüchern in Bezug auf Aufklärung, Information und Bewusstseinsbildung.

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Die Grundlage für das leckere Menü des Abends sponserte die Marker oHG. Das Unternehmen Frische beliefert seit 40 Jahren die norddeutsche Gastronomie und Hotellerie mit frischen Lebensmitteln von höchster Qualität. Die Sortiments-Vielfalt reicht von regionalen Apfel- und Kartoffelsorten bis hin zur exotischen Frucht aus Thailand. Obst und Gemüse sind die Leidenschaft des Unternehmens, daneben ergänzen Molkerei-, Tiefkühl-, Back- und Trockenwaren, Feinkost und Convenience-Produkte das Angebot. Als Hamburger Familienunternehmen setzt die Marker oHG auf Nachhaltigkeit, Partnerschaftlichkeit, Verlässlichkeit und Fairness.

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Die Weine des Abends sponserte das Weingut Heitlinger. Das Team um Winzer Patrick Jacklin setzt auf biodynamischen Weinbau – seit dem Jahrgang 2024 ist das Weingut Demeter zertifiziert.

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Die Preisverleihung fand in der Hobenköök im Hamburger Oberhafen statt. Sie ist eine Markthalle mit angeschlossenem Restaurant. Im Mittelpunkt stehen regionale Erzeuger und ihre Produkte, vorzugsweise aus biologischem Anbau.

Danke

Vielen Dank an alle Gäste sowie Preisträgerinnen und Preisträger.

Alle Fotos: © Deutscher Kochbuchpreis / Sascha Rucks