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Die besten Kochbücher zu Weihnachten

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Cosy Christmas
Der Deutsche Kochbuchpreis - GOLD

Ø 8.9

Cosy Christmas

Rezepte und Ideen für eine magische Weihnachtszeit – das Weihnachtskochbuch mit festlichen Rezepten, stimmungsvoller Deko & kreativen DIY-Geschenken für eine gemütliche Adventszeit

Autor/-in: Verlag: Knesebeck

Das Weihnachts-Kochbuch für eine festliche Adventszeit voller Genuss und Inspiration
Mit Cosy Christmas lädt Skye McAlpine dazu ein, Weihnachten entspannt und stilvoll zu zelebrieren: nicht nur mit köstlichen Festtagsrezepten, sondern mit Ideen … [weiterlesen]

Begründung der Jury:

Dieses Buch fühlt sich für mich an wie die Weihnachtskiste mit glänzenden Christbaumkugeln und Adventsschmuck vom Dachboden: Ich schlage es auf und finde mich sofort mitten in einer faszinierenden Weihnachtswelt wieder.
Skye McAlpine zaubert mit detailreicher Gestaltung und stimmungsvollen Fotos ein festliches Gesamtbild voller Wärme und Vorfreude. Zwischen britischer Tradition und italienischer Leichtigkeit entsteht eine Atmosphäre, die an Kindheit und das erwartungsvolle Warten auf den Heiligabend erinnert.
Die einleitenden Kapitel über Planung, Dekoration und Geschenke schaffen Nähe und lassen mich sofort spüren: Genau so soll Weihnachten sein.
Das Herzstück des Buches sind Rezepte, die Tradition und modernen Zeitgeist verbinden und auch in vegetarischen oder veganen Varianten überzeugen. Sie sind gut zugänglich und dank moderatem Schwierigkeitsgrad wunderbar umsetzbar. Besonders reizvoll sind Gerichte wie die vegane Nuss-Cranberry-Pastete oder aromatische Füllungen mit Maronen, Salbei und Ciabatta, die vertraute Aromen frisch interpretieren.
Ein inspirierendes, wunderschön gestaltetes Buch, das Festlichkeit und Lebensfreude harmonisch vereint – vom Advent bis zu den kulinarischen Ausklängen am Jahreswechsel.
Der Name ist wirklich Programm bei diesem opulenten Weihnachts-Schmöker. Stimmungsvolle Moodfotografie wechselt sich ab mit Foodfotos, die einen gelungenen Spagat zwischen heimelig-britischen Retrovibes und modernem Foodstyling repräsentieren. Erstaunlich ist, wie Autorin Skye McAlpine den teilweise schon sehr mächtigen Weihnachtsklassikern von der Insel eine elegante Leichtigkeit verpasst, ohne dass diese ihre „cosyness“ verlieren. Empfehlung!
Wahrlich ein opulentes Werk. Auf 370 Seiten hat Skye McAlpine alles hineingepackt, was das Weihnachtsherz höher schlagen lässt. Aufschlagen und abtauchen in eine Welt voller weihnachtlicher Geschenk- und Dekoideen, Basteltipps, Checklisten und zahlreicher Rezeptvorschläge. Von süß bis salzig, warm, kalt, gefüllt, glasiert, mit Blattgold verziert, mit Zucker bestäubt. Kein Buch zum „schnell mal gucken“, sondern zum ausgiebigen Stöbern und Schwelgen. Persönlich und warmherzig geschrieben, stimmungsvolle Fotos in gedämpften Farben, dazwischen kleine Illustrationen und jede Menge Lesestoff.
In die Aufteilung der einzelnen Kapitel und die Masse an Informationen muss man sich erst einmal in Ruhe hineinfinden. Bei mir war anfangs leichte Überforderung angesagt. Die Darstellung der Rezepte ist jedoch übersichtlich und verständlich, die Beschreibungen präzise. Damit kann man auch als Kochanfänger gut arbeiten. Alles in allem ein stimmungsvolles, umfangreiches Buch, das selbst den größten Weihnachtsmuffel beeindrucken wird.
Dieses Buch ist Weihnachten zwischen zwei Buchdeckeln – warm, duftend und funkelnd. Skye McAlpine zeigt, wie man ohne Stress, aber mit viel Gefühl genießt. Back- und Kochrezepte, DIY-Ideen, Tischdeko, essbare Geschenke, Menüvorschläge und Planungs-Checklisten machen Cosy Christmas zu „Christmas in a nutshell“.
Über 100 Rezepte führen durch ein italienisch inspiriertes Fest: vom Frühstücks-Panzanella über gebratenen Wirsing mit Pancetta, Panettone-Crostini, Kürbis-Gnocchi-Gratin bis zur Schoko-Karamell-Torte oder dem Salted-Caramel-Zuccotto. Alles ist gut beschrieben – die Schrift könnte etwas größer sein, was dem Format geschuldet ist.
Zutaten? Unkompliziert.
Aufwand? Überschaubar.
Geschmack? Großartig.
Der Kürbis-Gnocchi-Gratin lässt sich sogar zwei Tage im Voraus zubereiten. Optisch überzeugt das Buch mit festem Papier, stimmungsvollen Fotos und einer warmen, nicht kitschigen Atmosphäre.
Ein wunderbares Buch zum Schmökern – selbst überzeugte Grinches dürften hier in Weihnachtsstimmung kommen.
Cosy Christmas ist ein Gastgeber:innenbuch zu Weihnachten, das weit mehr sein will als eine Rezeptsammlung. Die Autorin hat für uns an alles gedacht. Wer noch Checklisten für die Geschenke oder eine Vorlage für die Sitzordnung (mehrere Tischformen sind möglich) sucht, findet diese am Ende des Buches. Die Liebe für das Fest der Feste hat eine ansteckende Leichtigkeit. Die Gerichte überzeugen durch Planbarkeit und dadurch, dass Vorkochen und Vorbereiten immer Teil des Plans ist. Der Kürbis wird schon im Ofen gegart, und später werden alle Zutaten noch einmal zu einem Auflauf kombiniert und überbacken. Zack – Mahlzeit steht und das Stresslevel bleibt stabil! Bei knapp 360 Seiten gibt es ein paar Details, die offenbleiben: Sollen die Datteln für den Rosenkohl püriert oder nur gehackt werden? Zum Glück gibt es zu jedem Rezept einen motivierenden und inspirierenden Text. Am Ende springt vielleicht tatsächlich der Funken der Ambition für magische Weihnachten über, die die Erwartungen sogar erfüllen können.
Weihnachten in Schweden
Der Deutsche Kochbuchpreis - SILBER

Ø 8.8

Weihnachten in Schweden

Rezepte und Geschichten zur Winterzeit

Autor/-in: Verlag: Hölker Verlag

Jultid – Schwedischer Weihnachtszauber für die Küche!• Schwedische Weihnachtstraditionen in Rezepten und Geschichten• 50 authentische Weihnachtsrezepte• Hocherwertige Ausstattung und inspirierende Fotos• Perfekt nicht nur für Skandinavien-FansErlebe … [weiterlesen]

Begründung der Jury:

Weihnachten beginnt in Schweden bereits Mitte November mit den ersten Weihnachtsmärkten und endet erst mit Knut am 13. Januar. Das – und noch viel mehr Interessantes über die weihnachtlichen schwedischen Traditionen und Bräuche – erfährt man in diesem Buch. Dazu kann man sich quer durch die beliebtesten Gerichte der schwedischen Winterküche probieren. Die Autorin schreibt sehr persönlich; so fühlt man sich beim Lesen gleich inmitten von Schneegestöber, Wichteln, Tannenduft und Luciagebäck.
Die Darstellung der durchweg traditionellen schwedischen Rezepte ist klar strukturiert, die Angaben präzise. Dazu gibt es einleitende erklärende Worte und immer wieder hilfreiche Umsetzungstipps der Autorin. Leider fehlen Zeitangaben. Ein Buch, das einem den Geschmack und den Zauber der schwedischen Weihnachtszeit ein kleines Stück näherbringt. Ein Muss für alle, die schwedische Weihnachtsbräuche und die schwedische Küche lieben!
Schon das liebevoll gestaltete Cover mit skandinavischen Ornamenten, Dalarna-Pferdchen und goldenen Details lässt sofort ein inneres Bild schwedischer Winterwelt entstehen – weich fallender Schnee, warmes Licht, ein stiller Bullerbü-Moment.
Beim Aufschlagen wird diese Stimmung lebendig. Kurze Einblicke in Winter- und Weihnachtsbräuche und stimmungsvolle Fotos verdichten die Atmosphäre und machen das Buch zu einem echten Winterbegleiter.
Die Rezepte verbinden Klassiker wie Janssons Versuchung oder marinierten Lachs mit modernen, alltagstauglichen Gerichten wie einem winterlichen Köttbullar-Eintopf oder Glögg-Birnen mit Vanille-Skyr – alles authentisch, gut umsetzbar und mit erhältlichen Zutaten nachkochbar.
Elisabeth Grindmayer vereint den liebevoll-staunenden Blick einer Neu-Schwedin mit der Vertrautheit ihres gelebten Alltags dort.
Ein warmes, wunderschön gestaltetes Winterbuch, das sowohl zum Einkuscheln als auch zum Nachkochen passt und für mich keine Wünsche offen lässt.
Schon das gleichzeitig verspielte, aber auch elegante rot-weiße Cover gibt einen Vorgeschmack auf die schwedische Weihnachtsstimmung, die im Inneren des Buches zelebriert wird. Die auf festem, matten Papier gedruckten Fotografien sind sehr stimmungsvoll und gelungen, die Typografie ist sehr elegant. Die Rezepte sind allerdings nicht immer 100 % passend zur Weihnachtszeit. Frische Feigen (S. 120) werden im weihnachtlichen Schweden wohl selten zu finden sein, und warum der im Backofen hergestellte „Pulled Hot Duck“ (S. 151) „perfekt beim Wintergrillen“ sein soll, bleibt offen. Dennoch ein schönes Weihnachtsbuch!
Das Buch mischt stimmungsvolle Bilder von Gerichten, Stimmungen und Landschaften mit Wissenswertem über Land, Leute und Traditionen sowie leckeren Rezepten. Es liefert damit genau das, was man erwarten kann. Die Autorin ist nach Schweden ausgewandert und teilt ihren offenen Blick auf die neue Heimat mit uns. Ihre Neugier erschließt die Themen und Rezepte, die Lesende auch interessieren könnten. Neben Klassikern gibt es feine Neuinterpretationen für die Zeit von Advent bis ins neue Jahr. Ein Buch, durch das man gerne blättert, das sich schön auf dem berühmten Coffee Table zur Weihnachtszeit macht, aus dem man aber auch wunderbar kochen kann und sollte. Unser Nachtisch für Heiligabend steht – beziehungsweise gefriert schön. Das Pfefferkucheneis-Rezept hat die ganze Familie überzeugt. Das Buch macht Lust, mal wieder in der Weihnachtszeit nach Stockholm zu reisen oder wenigstens nach dem Weihnachtsschinken um den Weihnachtsbaum zu tanzen wie in Bullerbü.
Mit ihrem Nachfolgeband zu Ein Jahr in Schweden gelingt Elisabeth Grindmayer eine wunderbar stimmige Verbindung aus Rezepten, Geschichten, Traditionen und Fotografie. Viele der Rezepte sind nicht neu, doch sie ergeben eine charmante Sammlung unkomplizierter, dennoch festlicher Gerichte – ideal für die schönste Zeit des Jahres.
Wer in die schwedische Weihnachtswelt eintauchen möchte – mit Kerzenschein, Schnee, Zimt und Safran – findet hier die perfekte Inspirationsquelle. Schon der weihnachtsrote Einband mit Tiefprägung und Goldakzenten lädt zum Blättern ein. Drinnen warten stimmungsvolle Fotos auf festem Papier, die zum Träumen einladen.
Zwischen traditionellen Gerichten, persönlichen Geschichten und Einblicken in schwedische Bräuche entsteht eine Atmosphäre voller Wärme und Gelassenheit. Genau die richtige Lektüre für den Advent und die stille Zeit bis zum Jahresende.
Ein Buch, das nicht nur zum Kochen, sondern auch zum Innehalten einlädt – schwedischer Weihnachtszauber für zu Hause.
Bake a WishBlick ins Buch
Der Deutsche Kochbuchpreis - BRONZE

Ø 8.1

Bake a Wish

Kuchen und Gebäck für die Weihnachtszeit

Autor/-in: Verlag: Hölker Verlag

Plätzchenduft liegt in der Luft
∙ 55 himmlische Rezepte für die Weihnachtszeit∙ Perfektes Geschenk für Backliebhaber:innen∙ Mit stimmungsvollen Geschichten, Liedern und Gedichten∙ Hochwertige Ausstattung mit Goldfolienveredelung
Für Plätzchen-Freunde, … [weiterlesen]

Begründung der Jury:

Dieses weihnachtliche Backbuch, in dem sich nicht nur ein Rezept an das andere reiht, sondern das auch noch mit schönen Illustrationen, stimmungsvollen Fotos, Geschichten, Liedern und Gedichten aufwartet, trifft bei mir voll ins Schwarze. Farbenfroh und verspielt, aber dank des klaren Layouts nicht überladen. Die breit aufgestellte Auswahl an süßem und herzhaftem Backwerk (Plätzchenrezepte sind hier in der Unterzahl) macht die Entscheidung, was man als Erstes backen soll, nicht gerade einfach.
Bratapfel-Biskuitrolle, Stollen-Butterkuchen, Maroni-Hefezopf, Nussbäumchen, Focaccia mit Cranberrys und Brie – diese Vielfalt gefällt mir außerordentlich gut. Schon beim ersten Durchblättern dachte ich öfter: „Ach, diese Kombi klingt ja auch lecker.“ Die Zubereitungstexte sind gut nachvollziehbar, die Zutatenlisten übersichtlich. Ein Kapitelverzeichnis zu Beginn und ein Rezept- sowie Zutatenregister am Ende sowie ein Lesebändchen erleichtern die Suche und geben Struktur. Einziges Manko: Die Zubereitungszeiten fehlen.
Neben einigen wenigen herzhaften Rezepten findet man in diesem Buch zahlreiche süße Anregungen für die Weihnachtszeit. Die Rezepte sind überwiegend einfach nachzukochen und gut erklärt. Die Fotos, ebenfalls von der Autorin Annalena Bokmeier, sind handwerklich gut gemacht. Das weihnachtliche Moment wird durch clipart-artige Zeichnungen und in den Bildern platzierte Weihnachtsdekoration erreicht.
„Bake a Wish“ – der Titel trifft es richtig gut. Schon beim Aufschlagen habe ich das Gefühl, mir kleine Backwünsche erfüllen zu wollen. Gleich das erste Rezept, die Zimt-Pannacotta-Tarte, wünsche ich mir beim Anblick des Fotos direkt auf den Kuchenteller.
Das Buch bietet eine vielseitige winterliche Rezeptsammlung aus klassischen Adventsgebäcken, modernen Ideen und einem Mix aus süß und herzhaft. Die Rezepte sind insgesamt unkompliziert umzusetzen. Kleine weihnachtliche Lied- und Gedichttexte schaffen eine beinahe kindliche Adventsstimmung.
Ich mag die klare Rezeptstruktur und dass jedes Rezept von einem aussagekräftigen Foto begleitet wird.
Mir persönlich ist der Stil der unterschiedlichen Schriftbilder in Kombination mit den vielen, teilweise an ein Kinderbuch erinnernden Grafiken etwas zu verspielt.
Lasst uns über Erwartungshaltungen sprechen. Manchmal braucht ein Rezept mehr als nur Zutaten und Arbeitsschritte. Die Schokoladenknöpfe sind tatsächlich wie kleine Sachertorten in Keksform geworden – aber ich hatte nicht damit gerechnet. Mir wäre hier ein bisschen mehr Kontext in Erklärform lieb gewesen. Dennoch ist das Ergebnis das, was zählt. „Bake a wish“ liefert eine wirklich breite Auswahl an Backrezepten für die Weihnachtszeit. Ambitionierte Backende, die gerade in dieser Zeit etwas ganz Besonderes zaubern wollen, finden hier Inspiration und Anleitung für schnelle Kuchen bis zu Kunstwerken wie der Lebkuchenhaus-Torte. Die Food-Fotografie zusammen mit den Weihnachtsgedichten, Illustrationen und Grafiken schafft es sogar, ein bisschen Stimmung zu zaubern. Es ist fast zu viel des Guten. Ein vollgepacktes, köstliches, kalorienreiches, fast überladenes Ergebnis – ganz so, wie Weihnachten vielleicht sein soll.
Plätzchen backen, Geschichten lesen, Gedichte aufsagen, Lieder singen – all das gehörte für mich zur Kindheit. Heute hat das Kochen einen größeren Platz eingenommen, doch in Annalena Bokmeiers Bake a Wish finde ich alles wieder, was die Weihnachtszeit festlich und köstlich macht.
Über 50 süße und rund knapp zwei Handvoll herzhafte Rezepte lassen die Hüften vielleicht ein wenig breiter werden, doch sie machen die Winterzeit umso schöner. Festliche Torten, knusprige Plätzchen – die Rezepte sind nicht kompliziert und auch für Backanfänger*innen gut machbar. Die Zutaten sind alltagstauglich.
Optisch ist das Buch ein Genuss: Bokmeier fotografiert ihre Kreationen selbst, und wie immer beim Hölker Verlag überzeugt die Gestaltung auf ganzer Linie. Ein Buch, das Lust macht, sofort loszubacken.
Schweizer Weihnachten
Der Deutsche Kochbuchpreis - BRONZE

Ø 8.1

Schweizer Weihnachten

Rezepte und Geschenke für Familie und Freunde

Autor/-in: Verlag: LandLiebe-Edition

Weihnachten ist in der Schweiz ein Fest der Traditionen, geprägt von schneebedeckten Landschaften, funkelnden Lichtern und festlichen Genüssen. In seinem neuen Buch «Schweizer Weihnachten» präsentiert «Le Saucier» Fabian Lange eine Fülle von Gerichten … [weiterlesen]

Begründung der Jury:

Eine hochwertige Ästhetik versprüht das Buch des Schweizer Spitzenkochs Fabian Lange. Die cleanen Foodfotos haben eine winterlich-kühle Ausstrahlung, die irgendwie in den Bann zieht. „Cozy“, das zentrale Schlagwort anderer Weihnachtsbücher, ist das allerdings nicht wirklich. Da helfen auch die zwischendurch hineingestreuten Moodfotos nicht so recht. Die Rezepte klingen überwiegend nach Fine Dining, sind aber dann doch erstaunlich reduziert in der Zubereitung (z. B. Zanderfilet mit Nussbutterschaumsoße und Senfkaviar, S. 94). Ein gelungenes Weihnachtsbuch? Naja. Ein gelungenes Winterbuch? Auf jeden Fall!
Ein verschneites Chalet, tolles Essen und nur die lieben Menschen, die eben in das Chalet passen (minus der buckligen Verwandtschaft). Titel und Cover holen einen direkt dorthin ab. Denn dieses Buch will uns tatsächlich mitnehmen in kuschelige Feiertage in den Bergen. Die Struktur des Buchs passt genau dazu – genau wie die dunkle, warme Stimmung der Bilder. Zuerst widmet man sich den Basics, die man vor dem Fest vorbereitet und sich freut – wie z. B. über drei Gläser konfierte Zwiebeln für den Vorrat. Danach geht es an die Menüwahl entlang der fünf Vorschläge, der diversen weiteren Gerichte und ja, auch Fondue kommt vor (wir sind immer noch in der Schweiz), aber chinoise (Fleischfondue/Hot Pot). Plätzchen, kulinarische Geschenke, Drinks. In den Koffer fürs Chalet muss wirklich nur dieses Buch – und auch die kochende Person kann sich dadurch beschenkt fühlen. Nur ein Register oder Zutatenregister am Ende fehlt – aber an Weihnachten kocht man wirklich nicht nach dem, was eh schon im Kühlschrank ist.
Weihnachten kann kommen: Zwischen knusprigem Braten und buttrigen Guetzli steckt in diesem Buch alles, was die Feiertage kulinarisch gelingen lässt. Besonders praktisch sind die fünf komplett ausgearbeiteten Menüs mit drei bis sieben Gängen – kreativ, anspruchsvoll und stimmig zusammengestellt. Fürs Nachkochen ist etwas Erfahrung hilfreich, aber schließlich wächst man an seinen Aufgaben, und diese Menüs sind es wert.
Wer es unkomplizierter mag, findet 20 Dips und Saucen, die ein Fondue Chinoise – samt Mille-Feuille-Pommes – zu einem echten Highlight machen. Dazu kommen Drinks, kleine Geschenke aus der Küche, raffinierte Einzelgerichte und Gebäck („Guetzli“).
An die Maßeinheit „dl“ muss man sich gewöhnen, ebenso an Begriffe wie „Wirz“ (Wirsing), „Sbrinz“, „Schinkli“ oder „Pizokel“ – doch sonst ist alles gut verständlich beschrieben.
Das Buch überzeugt durch klare Struktur und ein ruhiges Layout: elegant gerahmte Foodfotos und stimmungsvolle Mood-Aufnahmen ergänzen sich wunderbar. Ein Kochbuch, das kulinarisch gelungene Feiertage garantiert.
Das Werk des Schweizer Spitzenkochs Fabian Lange steckt voller Schweizer Weihnachtsgenüsse, weihnachtlicher Menüvorschläge, einem ausführlichen Fondue-chinoise-Kapitel und essbaren Geschenkideen. Anschauliche Rezeptbeschreibungen, genaue Mengen- und Zeitangaben, ein Lesebändchen und schlichte Foodfotos machen das Umsetzen der Rezepturen einfach, auch für Kochanfänger. Mir fehlt jedoch die im Vorwort versprochene Magie: die heimelige Weihnachtsstimmung, die Wärme, der Glanz und das Leuchten, das diese Zeit so besonders macht. Viele hartweiße Seiten, die Rezeptfotos weiß umrahmt und dazwischen Landschaftsfotos, die größtenteils trüb und düster daherkommen, transportieren eine eher kühle, nüchterne Stimmung. Ich hätte mir in einem Buch mit dem Titel Schweizer Weihnacht auch ein paar erklärende Worte zu den Schweizer Weihnachts- und Rezepttraditionen gewünscht.
Fabian Lange setzt weniger auf weihnachtliche Inszenierung als auf handwerklich starke, klar aufgebaute Rezepte. Dieses Buch präsentiert eine gut strukturierte kulinarische Auswahl. Die Rezepte sind nachvollziehbar, sorgfältig durchdacht und reichen im Schwierigkeitsgrad von einfach bis mittel anspruchsvoll – von alltagstauglichen Menüs über Drinks und Gebäck bis hin zu kleinen Geschenken aus der Küche. Besonders gelungen ist der Aufbau – von Basisrezepten über festliche Ideen bis zu unkomplizierten Mitbringseln. Alles wirkt übersichtlich, logisch arrangiert und angenehm unaufgeregt.
Was jedoch fehlt, ist die im Vorwort beschworene Weihnachtsmagie: Die Fotos wirken technisch sauber, aber kühl und uneinheitlich; manche Motive erscheinen eher lieblos und etwas altmodisch. Ein sachliches, handwerklich starkes Weihnachtsbuch – allerdings mit wenig feierlicher Stimmung.
Weihnachtsbäckerei

Ø 7.5

Weihnachtsbäckerei

Genussvoll durch die schönste Zeit des Jahres

Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH

Die Tage werden dunkler und das Wetter schaltet auf kalt und kälter – was könnte da schöner sein, als kreativ in der Küche zu sein, das Zuhause mit himmlischem Duft und die Plätzchenteller mit Lieblingssorten zu füllen!? Daher kommt hier das Beste … [weiterlesen]

Begründung der Jury:

Wer abwechslungsreiche Ideen für die süße Weihnachtsbäckerei sucht, wird mit diesem Buch glücklich. Man findet jede Menge Plätzchen, Stollen, Kuchen, Torten, Cupcakes und Pralinen – aufgeteilt in Lieblingsklassiker, fruchtig-fein und schokoladig & nussig. Das Layout gefällt mir gut: unaufgeregt, klar strukturiert, mit gut lesbarer Schrift und präzisen Anleitungen, die bei jedem Rezept komprimiert auf einer Seite stehen, sodass einem umständliches Hin- und Herblättern erspart bleibt.
Jedes Rezept wird von einem ansprechenden Foto begleitet. Präzise Backanleitungen mit Zubereitungs-, Kühl-, Ruhe- und Backzeiten ermöglichen ein stressfreies Nachbacken. Damit kommen sicherlich auch Backanfänger sehr gut zurecht. Und wer in der Weihnachtszeit Kalorien zählen möchte, bekommt diese auch noch gleich bei jedem Rezept mitgeliefert.
Alles in allem ein empfehlenswerter, zeitloser, praxistauglicher Begleiter für Fans weihnachtlichen Gebäcks.
Wenn ich an „Weihnachtsbäckerei“ denke, sehe ich meine Oma und mich am Küchentisch Teig ausrollen und Plätzchen ausstechen. Ich erinnere mich daran, wie ich heimlich Vanillekipferl und Mürbteigsterne aus den Metalldosen gemopst habe.
Dieses vertraute Gefühl stellt sich ein, sobald ich diese Rezeptsammlung in der Hand halte: Sie konzentriert sich auf Gebäckklassiker, die seit Generationen zu jedem Advent gehören – Elisenlebkuchen, Gewürzkuchen, Lebkuchenmännchen und all die Plätzchen, die aus gutem Grund traditionell die Plätzchenteller füllen.
Dazu kommen zeitgemäße Ergänzungen, die einen frischen Akzent setzen, ohne den Charakter des Buches zu verändern. Unerwartete Experimente gibt es nicht – und genau darin liegt der Charme: Diese Sammlung bleibt bei dem, was man sich wünscht, nämlich vertraute Rezepte, die einfach gelingen.
Schleckermäuler, die nicht oft backen, steigen dank entspanntem Schwierigkeitslevel und hilfreicher Tipps leicht ein, während Geübte ihre Klassiker sofort wiederentdecken.
Ein Weihnachtsbuch für Backanfänger. Die Rezepte sind ausführlich erklärt und vermutlich ohne große technische Schwierigkeiten nachzubacken. „Stimmungsvoll fotografiert und liebevoll kompiliert“ (S. 159), lässt die Verlagsleitung begeistert wissen. Diesen Enthusiasmus kann ich nur bedingt teilen, da man den Fotografien ihre unterschiedliche Herkunft dann doch anmerkt. So richtige Weihnachtsstimmung mag jedenfalls beim auf einem etwas arg gebrauchten Buch angerichteten Früchtekuchen vor dem Bild eines Stadions zumindest nicht aufkommen (S. 101).
Der Titel ist Programm: Weihnachtsbäckerei konzentriert sich ganz auf Plätzchen, Kekse, Kuchen und anderes Gebäck – nicht mehr und nicht weniger.
Das schlichte Layout, die klar formulierten Rezepte und die ruhige Gestaltung entsprechen genau dem, was man von einer gut strukturierten Rezeptsammlung erwartet. Die Mischung überzeugt: Klassiker wie Vanillekipferl, Zimtsterne und Kokosmakronen stehen neben neuen Ideen wie Sesam-Cashew-Küsschen oder Erdnuss-Curry-Florentinern. Für alle Erfahrungsstufen geeignet.
Jedes Rezept ist bebildert – mal schlicht, mal etwas aufwendiger –, was beim Ergebnisvergleich immer hilfreich ist.
Wer jedoch bereits GU-Weihnachtsbücher besitzt, wird einiges wiedererkennen: Es handelt sich um eine Sammlung aus verschiedenen Verlagsausgaben. Ein Hinweis darauf wäre wünschenswert gewesen.
Unterm Strich ist die Weihnachtsbäckerei ein solides, zuverlässiges Backbuch – ideal für alle, die noch keines besitzen oder eine kompakte Sammlung suchen.
Den Testesser:innen haben direkt die Plätzchen auf dem Cover gefallen. Aber oh Schreck – die finden sich gar nicht im Buch! Das kompilierte Weihnachtsbackbuch (es gibt keine explizite Autorenschaft, sondern eine verlagseigene Redaktion) hat eine bunte Mischung zu bieten, aber nur eine Plätzchensorte vom Titelbild ist so (in der Form erkennbar) auch im Buch zu finden. Das ist mehr als schade. Ich würde es sogar einen kleinen Vertrauensbruch nennen. Die Rezepte im Buch sind dagegen absolut solide. Aber etwa Spritzgebäck „kinderleicht“ zu nennen, ist interessant. Hier zeigt sich noch eine Schwäche des Formates: Es fehlen Details! Welche Textur braucht der Teig, wie kann man ihn anpassen/ret¬ten, damit er spritzfähig ist, und macht es Sinn, sich Spezialgerät zu besorgen? Diese Informationen finden sich leider auch nicht im eigentlich schönen Service-Teil (sic) am Anfang. Am Ende ist es ein hübsches Buch mit schönen Bildern, einer guten Mischung an Rezepten und solider Plätzchen-Inspiration durch neue Ideen.

Weitere Kochbücher zum Thema Weihnachten aus den früheren Jahren:

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