Früchteküche
Süsse und salzige Rezepte für das ganze Jahr
Autor/-in: Claudia SchillingVerlag: Smak
Was haben Äpfel und Birnen, Aprikosen, Kirschen, aber auch Kiwi, Feigen und Physalis gemeinsam? Sie wachsen hier!
Fruchtige Überraschungen für die kreative Küche. Süsse und salzige Rezeptideen mit regionalen, saisonalen Bio-Früchten. Praktische … [weiterlesen]Saisonübersicht und Informationen zu allen Früchten. «Früchteküche» rückt das fantastische, einheimische Fruchtangebot ins Rampenlicht und beweist, dass einzigartiger Fruchtgenuss nicht von weit her kommen muss. Denn saisonale, regionale Bio-Früchte sind gelebte Nachhaltigkeit. So bunt wie die Früchtevielfalt ist die Rezeptauswahl in «Früchteküche»: Ob Gazpacho mit Wassermelone, Nektarinen-Carpaccio mit Feta, Tomaten-Physalis-Salat, Tagliatelle mit Brombeeren oder süsse Leckereien wie Heidelbeer-Mohn-Kuchen und Quitten-Schnecken, mit überraschenden Geschmackskombinationen begleitet das Kochbuch alle, die Früchte lieben, durchs ganze Jahr. Die kreativen Rezepte zeigen, dass Früchte sich längst nicht nur für Desserts eignen, sondern gerade herzhaft kombiniert ein kulinarisches Highlight sind. Ein hochwertiges Buch mit 145 Rezepten, praktischen Informationen und ausdrucksstarken Bildern, das zum Ausprobieren einlädt. [zuklappen]
Begründung der Jury:
Foodstylistin und -fotografin Claudia Schilling hat „Früchteküche“ per Crowdfunding finanziert, im Eigenverlag herausgebracht und selbst produziert – hier steckt Herzblut drin. Schon das poppige Cover erzeugt gute Laune, wie auch die reduziert gestylten Top-Shot-Fotos. Der warenkundliche Anteil gerät recht sparsam, Angaben zu Lagerung und Konservierung wurden rätselhafterweise in den Anhang verbannt. Die Rezepte sind alltagstauglich wie mundwässernd, wobei vor allem herzhafte Kombinationen wie etwa Reneklode und Kräuterseitling überraschen. „Früchteküche“ bezieht sich auf die Schweizer Heimat der Autorin – für die deutsche Leserschaft bedeutet das nicht nur Abweichungen in den saisonalen Verfügbarkeiten, sondern auch gelegentliches Googeln nach Zutaten wie Birnel, Halbrahm oder Gala-Käsli.
Claudia Schilling überzeugt in ihrem Kochbuch Früchteküche als Autorin, Food-Fotografin, Stylistin und erstmals auch als Verlegerin – eine beeindruckende Leistung. Die Rezepte sind klar strukturiert, einfach umzusetzen und alltagstauglich. Mit kreativen Ideen zeigt sie die Vielfalt heimischer Früchte und beweist, wie harmonisch süße und salzige Aromen kombiniert werden können. Noch besser wäre es, das Buch würde auch Methoden wie Einkochen oder Fermentieren einbeziehen, um das Früchtejahr zu verlängern
„Früchteküche“ von Claudia Schilling erweitert die kulinarische Verwendung von Obst weit über die üblichen Verdächtigen hinaus. Neben klassischen Sorten wie Apfel und Birne bringt das Buch eine bunte Vielfalt an heimischen Früchten wie Stachelbeeren, Mirabellen, Kiwibeeren und Cassis in die Küche. Praktisch gegliedert nach Saison, erleichtert es dem Leser, passende Rezepte zu finden. Interessant ist der Ansatz, jede Frucht nicht nur für süße Speisen, sondern auch für herzhafte Gerichte einzusetzen. Dabei ist die Kombination von Früchten und Käse ein wiederkehrendes Motiv – zwar etwas zu erwartungsgemäß, aber dennoch stimmig interpretiert. Das Buch inspiriert dazu, auch weniger alltägliche Obstsorten wie Quitten oder Cassis in die Küche eine Chance zu geben. Die ästhetischen Fotos machen „Früchteküche“ zu einer interessanten kulinarischen Inspirationsquelle mit ungewohntem Fokus.
„Früchteküche” zieht mit seiner bunten Gestaltung und seinem Format sofort Aufmerksamkeit auf sich. Der Inhalt des Buchs ist nach Fruchtkategorien wie Beeren und Steinobst gegliedert, jedoch bietet der jeweilige Warenkunde-Teil nur kurze, oberflächliche Infos auf den Kapiteldeckblättern. Erst im hinteren Teil des Buches finden sich ausführlichere Hinweise zu Lagerung und Zubereitung. Hierfür hätte man sicher auch den ausreichend vorhandenen Weißraum nutzen und sich einige Seiten im Druck einsparen können. Positiv hervorzuheben sind aber die Piktogramme, die alternative Früchte für die Rezepte vorschlagen, falls saisonale Zutaten fehlen. Am Ende liefert „Früchteküche” zwar eine Sammlung zeitgemäßer, alltags- und instagramtauglicher Frucht-Rezepte mit leichtem Süßspeisenüberhang – aber für eine höhere Bewertung in dieser Kategorie mangelt es einfach an Tiefe.
Obst für den Nachtisch, Gemüse fürs Deftige. Dass das auch andersrum geht, zeigt die Schweizer Kochbuch-Autorin Claudia Schilling. Sie nimmt die Leserinnen und Leser mit auf eine saisonale Obst-Reise durchs Jahr – mit jeweiligen Haupt- und Süßspeisen. Lobenswerterweise werden dabei nicht nur Klassiker, sondern auch zu Unrecht vergessene Sorten wir Aronia oder Felsenbirne gewürdigt. Die Rezepte sind eingängig und leicht Nachzukochen. Bei manchen Früchten wirkt die deftige Variante allerdings etwas bemüht und dürfte nicht jedermanns Geschmack treffen. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, den Obstkorb auch mal als Hauptdarsteller zur würdigen.